Inklusiva, das gemeinsame Projekt der Kirchengemeinde St. Joseph Öhringen und der Caritas Heilbronn-Hohenlohe, nimmt Form an. Nach dem Spatenstich im vergangenen Juli sind an der Ecke Hunnenstraße/Am Cappelrain in Öhringen die Rohbauten zu sehen – für die Beteiligten nun Anlass, Richtfest zu feiern.
„Es wird sichtbar, was möglich ist, wenn viele Ideen und viel Engagement zusammenkommen“, sagte Ulf-D. Schwarz, Regionalleiter der Caritas Heilbronn-Hohenlohe. Unter dem Namen Inklusiva entstehen im Quartier an der Kirche St. Joseph zwei Gebäude, ein zweigeschossiges und ein dreigeschossiges. Diese sollen barrierefreien Wohnraum insbesondere für psychisch kranke Menschen, einen Zuverdienstbetrieb für Menschen mit seelischer Behinderung, eine Begegnungsstätte, Pfarrbüroräume und Räume für die Beratungsangebote des Caritas-Zentrums bieten. Die Gebäude stünden für Begegnung, Unterstützung und Miteinander, sagte Schwarz.
Nachhaltige Bauweise
Den Vorzeigecharakter des Vorhabens stellte Matthias Fenger heraus. Das Vorstandsmitglied des Diözesancaritasverbandes Rottenburg-Stuttgart sprach von einer „Quartiersorientierung der Zukunft“ und einem Beispiel dafür, „wie wir Verantwortung für Menschen gestalten wollen“. Der Oberbürgermeister der Stadt Öhringen, Patrick Wegener, erwähnte neue Möglichkeiten, die sich im Quartier eröffneten.
Die beiden Gebäude entstehen als hybride Bauten: Sie kombinieren Stahlbeton mit Holzbauelementen. Uli Kälber, Geschäftsführer des Bauunternehmens Gottlob Rommel, betonte die Nachhaltigkeit dieser Bauweise zum Beispiel aufgrund der Emissionseinsparung.
Nachdem Florian Mairhofer den Richtspruch vortrug und Pfarrer Steffen Vogt den Rohbau segnete, konnten die Gäste des Richtfests das Erdgeschoss des langgezogenen, zweigeschossigen Gebäudes besichtigen, wo sich eine Tagesstätte und die neuen Pfarrbüroräume finden werden. Da der Bau laut Schwarz gut im Zeitplan liegt, soll Inklusiva nach derzeitigem Stand in zwölf bis 14 Monaten eröffnet werden.





