Am Samstag, 26. Juli, findet ab 15 Uhr das Abschluss-Event WARWAS in der ArtFactory in Wendlingen statt. Damit endet vorerst der fünfjährige Projektzeitraum des Projekts „Glaubenskommunikation mit jungen Erwachsenen“ oder kurz „wirdwas.fyi“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Aufgrund seines Erfolgs wird das Projekt im Herbst fortgesetzt. Sue Grimbacher von der Projektleitung von wirdwas.fyi klärt auf: „Das Projekt wurde bis 2030 verlängert, wird aber ab September etwas modifiziert. Alle Infos dazu erhalten Interessierte auch beim Abschluss-Event in Wendlingen.“
Glaubenskommunikation und Seelsorge, unterstützt durch Vernetzung und Kooperation
Was aber ist das Ziel eines Projekts, das vor alle an junge Erwachsene adressiert ist? Die katholische Kirche steht vor großen Herausforderungen durch Austritte, demografischen Wandel und sinkende Relevanz in der säkularen Gesellschaft. Und das betrifft besonders junge Leute unter 35 Jahren. wirdwas.fyi hat eine Vision: Junge Erwachsene sollen in der Kirche willkommen sein, so wie sie sind. Sie finden Räume, um Glauben und Lebenssinn zu finden und zu reflektieren. Die Arbeit konzentriert sich auf Glaubenskommunikation und Seelsorge, unterstützt durch Vernetzung und Kooperation. Ein Netzwerk also, das kirchliche und nicht-kirchliche Akteure verbindet, um junge Menschen zu empowern, sich für ihre Werte einzusetzen und zeitgemäßes Engagement zu fördern. Ziel ist es, durch Zusammenarbeit glaubenskommunikative Räume zu schaffen und seelsorgerliche Begleitung anzubieten. Denn junge Erwachsene haben vielfältige Bedürfnisse, darunter Freizeit, soziale Kontakte und persönliche Weiterentwicklung. Sie suchen Entspannung, Gemeinschaft und Selbstwirksamkeit, sind aber auch mit existenziellen Sorgen wie Inflation und globalen Konflikten konfrontiert. In ihrer Freizeit wünschen sie sich schöne Erlebnisse, Bewegung und spirituelle Stärkung. Herausforderungen wie Beziehungen, Karriereplanung und die Balance zwischen Autonomie und Verbundenheit belasten sie jedoch. Diese Themen gilt es zu verstehen und zu begleiten.
Niedrigschwelligkeit und Wohlfühlorte
Welche Erkenntnisse das Team in den letzten fünf Jahren gewonnen hat, erörtert Peter Lendrates. Zusammen mit Sue Grimbacher leitet er das Projekt wirdwas.fyi: „Gemeinsam mit den Verantwortlichen in den etwa 50 Projekten und sieben Erprobungsräumen haben wir zentrale Erfolgsfaktoren identifiziert. Dazu gehören Niedrigschwelligkeit und Wohlfühlorte, die kostenlos, ohne Anmeldung und leicht zugänglich sind. Wichtig sind auch Beziehung und Vertrauen durch persönliche Ansprache und konstante Ansprechpartner. Relevanz und Lebensweltorientierung spielen eine Rolle, indem Formate reale Bedürfnisse wie Gemeinschaft und Sinn ansprechen. Beteiligung und Selbstwirksamkeit werden durch Wertschätzung und Einbindung der Ideen junger Erwachsener gefördert. Spirituelle Offenheit und Authentizität sind entscheidend, da Glaubenswege heute individuell und plural sind. Schließlich sind Kooperationen und Kommunikation durch starke Netzwerke und Social-Media-Präsenz wichtig, um Sichtbarkeit und Zugänglichkeit zu gewährleisten.“









