Investitur

„Was uns stark macht, ist die Freude an Jesus Christus“

Investitur Siegbert Pappe

Siegbert Pappe feiert seinen Investiturgottesdienst in Weikersheim. Foto: Walter Kühweg

Siegbert Pappe wird in sein Amt als neuer Pfarrer für die Kirchengemeinden Weikersheim und Creglingen eingeführt.

Der dritte Adventssonntag bescherte den Kirchengemeinden Weikersheim und Creglingen eine vorweihnachtliche Freude. Während das Fest und die Geburt Jesu Christi noch eine Woche auf sich warten lassen, ist der neue Pfarrer Siegbert Pappe bereits in der Seelsorgeeinheit eingetroffen und wurde durch den kommissarischen Dekan Bogdan Stolarczyk in der Weikersheimer Kirche „Zum kostbaren Blut“ feierlich in sein neues Amt als Pfarrer der Kirchengemeinden „Zum kostbaren Blut“ Weikersheim und „Fronleichnam“ Creglingen eingeführt.

In einem vom Kirchenchor und dem „Adhoc-Chor“ festlich gestalteten Gottesdienst leistete Pappe im Kreis zahlreicher Gemeindemitglieder und begleitet von Geistlichen aus dem Dekanat Mergentheim und seinem Weihejahrgang sein Investiturversprechen. Anschließend erhielt er symbolisch die Schlüssel der beiden Kirchengemeinden und wurde zu Ambo, Taufstein und Altar als den Orten geführt, an denen das Wort Gottes verkündet wird, die Gemeinde wächst und sich in der Feier der Eucharistie versammelt.

Neu im Taubertal

Rolf Reckels und Markus Fischer hießen Pfarrer Pappe seitens der Kirchengemeinden Weikersheim und Creglingen herzlich willkommen: „Wir sind davon überzeugt, dass Sie der Richtige sind.“ Die Kirchengemeinden freuten sich auf eine „gute, lange und fruchtbare Zusammenarbeit“ mit dem neuen Pfarrer als Leiter, Seelsorger und Verwaltungsspitze: „Sie können uns Richtung geben, wir brauchen Richtung.“

Pappe selbst gestand ein, dass ihm das Taubertal zunächst unbekannt war, aber schon beim ersten Besuch klar gewesen sei, „dass der Wechsel nach Weikersheim und Creglingen richtig ist“. „Was uns stark macht“, seien nicht nur individuelle Fähigkeiten und detaillierte Konzepte, sondern vor allem die Freude an Jesus Christus, betonte er in seiner ersten Predigt an der neuen Wirkungsstätte.  Pappe griff damit – passend zum Gaudete-Sonntag – seinen Primizspruch auf: „Die Freude am Herrn ist eure Stärke“ (Neh 8,10).

Bürgermeister bietet seine Zusammenarbeit an

Auf die Zusammenarbeit im idyllisch gelegenen Weinort freute sich auch Bürgermeister Nick Schuppert (SPD), für den die Investitur des neuen Pfarrers Anlass war, mit „Zuversicht und Hoffnung auf die Zukunft der katholischen Kirche in Weikersheim“ zu blicken: „Mögen Sie die Herzen der Menschen bereichern“, so sein Wunsch an den neuen Pfarrer.

Die Amtseinführung sei nicht zuletzt auch ein „bedeutender Moment für uns als Gemeinschaft und Stadt“, da Pappe nun als „Bindeglied“ zwischen Kommune und den Gläubigen fungiere. In schwierigen Zeiten seien Stabilität und Beständigkeit wichtig, welche auch die Kirchen bieten könnten. Er freue sich darauf, „gemeinsam an Projekten und Initiativen zu arbeiten, die den Zusammenhalt stärken“ und auf eine Kooperation „für das Wohl unserer Stadt“: „Gemeinsam sind wir stärker und reichen Ihnen gerne die Hand, um gemeinsam die Aufgaben, die vor uns liegen, zu lösen“, sagte der Bürgermeister von Weikersheim.

Gäste aus Heilbronn-Böckingen

Die Weikersheimer Pfarrerin Renate Meixner, zugleich Dekanin des gleichnamigen evangelischen Kirchenbezirks, begrüßte Pappe ebenfalls herzlich im Taubertal und freute sich auf das Vertiefen bisheriger ökumenischer Kontakte. Denn „Ökumene hat Zukunft“, erklärte Meixner. In der heutigen, auseinanderdriftenden Gesellschaft sei es nicht nur für die Kirchen, sondern auch insgesamt ein wichtiges Zeichen, als Christinnen und Christen unterschiedlicher Konfession „in Vielfalt Gemeinschaft zu leben“. Dass am Gaudete-Sonntag mehr Kerzen auf dem Adventskranz entzündet seien als noch nicht brennen würden, sei dies ein hoffnungsvolles Zeichen, dass das Licht die Überhand gewonnen habe und stärker als das Dunkel sei. Gemeinsam sollten die Christinnen und Christen dieses Licht in die Welt hineintragen und so Wegbereiter und Hinweisgeberinnen für Jesus Christus sein.

Vor seinem Wechsel nach Weikersheim und Creglingen war Pappe, der 1970 in Neresheim geboren wurde, mehr als 20 Jahre Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Heilbronn-Böckingen. Dass den dortigen Gemeindemitgliedern der Abschied nicht leichtgefallen war, machten nicht nur die zahlreichen Heilbronner Gäste, die eigens mit einem Bus angereist waren, sondern auch Eva Anding vom Kirchengemeinderat aus Heilig Kreuz in Heilbronn-Böckingen in ihrem Grußwort deutlich. Pfarrer Pappe stünde für einen „lebendigen Austausch und Teamwork“. „Wir nehmen ihn sofort wieder zurück“, schloss sie mit einem Augenzwinkern.

Pfarrer Pappe dankte den Rednerinnen und Redner für den herzlichen Empfang und die vielen wertschätzenden Worte für seinen „Reiserucksack“ und äußerte den Wunsch, sich zukünftig „gegenseitige Wegbegleitung“ zu sein. An die Feier der Investitur in der Kirche schloss sich ein Empfang im nahe gelegenen Gemeindehaus an, der bei adventlichen Leckereien Gelegenheit zur ersten Begegnung mit dem frisch zugezogenen Geistlichen bot.

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