"Was wäre eine Gesellschaft ohne ehrenamtliches Engagement?" "Welche Bedeutung hat kirchliches Engagement für die Gesellschaft?" Und: "Welche Rolle spielt ehrenamtliches Engagement künftig innerhalb der Kirche?": Mit diesen Blickrichtungen möchte der dritte Ehrenamtskongress der Diözese Rottenburg-Stuttgart am Samstag, 25. Oktober, in der Festhalle in Rottenburg den Wert und die Wirkung von ehrenamtlichem Engagement aufzeigen. Gleichzeitig soll der Kongress Mut machen und das Selbstbewusstsein von Ehrenamtlichen fördern. Denn zuallererst geht es beim ehrenamtlichen Engagement um das, was den einzelnen Engagierten wichtig ist und ihnen Spaß macht, teilt die Hauptabteilung „Pastorale Konzeption“ des Bischöflichen Ordinariats mit, die den Kongress in Kooperation mit dem Diözesanrat und der Arbeitsgemeinschaft katholischer Organisationen und Verbände der Diözese veranstaltet.
Vor dem Hintergrund der kirchlichen Veränderungsprozesse in der Diözese hat das Thema eine besondere Brisanz, heißt es in der Mitteilung weiter. Eine lebendige Kirche solle an vielen Orten bestehen, trotz strukturellen Wandels. „Wo kann und will ich mich künftig engagieren – und wo nicht?“, laute die individuelle Frage dazu für alle Engagierten. Auch die Bedingungen von Engagement, Unterstützung und Beteiligung spielten dabei eine große Rolle.
„Es ist einfach wichtig, dass wir das Thema Engagement und Ehrenamt in den Fokus nehmen und ihm Raum schaffen“, fasst Christian Schlecht, Profilstelle Ehrenamt in Biberach, für das Vorbereitungsteam zusammen. Neben ihm sind Anna-Lena Kleiner von der katholischen Kinder- und Jugendarbeit im BDKJ/BJA, Rosa Geiger-Wahl vom Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gabriele Denner, Geschäftsführerin des Diözesan- und Priesterrats, und Martin Fischer, Diözesanreferent für Engagement und Ehrenamt in der Hauptabteilung "Pastorale Konzeption", in der Vorbereitung aktiv.
Am Vormittag erwarte die Teilnehmenden eine Podiumsdiskussion mit zwei engagierten Frauen aus dem außerkirchlichen Bereich: Dr. Lisa Federle, Ärztin aus Tübingen, die vor allem durch ihr Engagement während der Coronapandemie bekannt wurde, und Christiane Krieger aus Wernau am Neckar, die als junge Bürgermeisterin in unübersichtlichen Zeiten große Verantwortung übernimmt. Kirchlich engagierte Ehrenamtliche und Bischof Dr. Klaus Krämer sollen bei der Diskussion zum Ehrenamt von Christ:innen Stellung beziehen.
Am Samstagnachmittag gehe es mit thematischen Runden zu verschiedenen Aspekten des ehrenamtlichen Engagements weiter: "Was bedeutet die oft genannte Berufung aller Christ:innen eigentlich für die Praxis?" "Und wie kann Ehrenamt in der künftigen Kirche konkret Wirkung entfalten?" Vertreter:innen des Diözesanrats, Weihbischof Matthäus Karrer und Bischof Dr. Klaus Krämer gehen auf die Beiträge der Teilnehmenden ein, heißt es in der Mitteilung.
Teilnehmen am Kongress könnten rund 350 Personen – alle am Thema Engagement und Ehrenamt Interessierten: Ehrenamtliche aus kirchlichen und außerkirchlichen Bereichen, Hauptberufliche, die Ehrenamtliche begleiten oder sich für das Thema interessieren, und am gesellschaftlichen und kirchlichen Zusammenhang von Engagement thematisch interessierte Personen.
Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit gibt es auf dem Flyer zum Kongress und online. Um Anmeldung wird gebeten bis zum Montag, 13. Oktober.



