Sie haben extra noch den Caterer gewechselt, damit das Essen für die Gäste vom Feinsten ist. An diesem Tag gibt es Linsen und Spätzle in der Herrenberger Vesperkirche. Und wer eine Portion will, muss sie sich nicht einmal selbst holen – wie im Restaurant werden die Menschen hier bedient. Dafür wuseln junge und ältere Leute, Männer und Frauen in strahlend hellgrünen Schürzen durch das katholische Gemeindehaus, tragen Getränke, Linsen, Spätzle, Würstle und vegetarische Würstle durch die Gegend. Beeindruckende 46 Helfer:innen sind pro Tag am Start – und tun alles für das Wohl der Gäste. „Wir wollen den Menschen hier zeigen: Du bist etwas Wertvolles“, sagt Evelyn Schäfer aus dem Leitungsteam der Herrenberger Vesperkirche.
Die wohl jüngste Besucherin an diesem Tag ist sechs Jahre alt. Sie kommt mit ihrer Mutter und deren Oma traditionell zur Vesperkirche, um als Familie etwas gemeinsam zu unternehmen und unter Leute zu kommen. Auch andere Gäste erzählen, dass die Gemeinschaft für sie im Mittelpunkt der Vesperkirche steht. Und dann sitzt da noch ein Mann, der am Wochenende hier als Helfer tätig ist und heute einmal die andere Seite der Vesperkirche kennenlernen will. Das Ehrenamt übernimmt er aus Nächstenliebe. „Ich habe schon viel Gutes erfahren und das will ich weitergeben“, sagt er.




