"Prüft alles und behaltet das Gute." Während Diakon Michael Bächle das Thema des Abends erläutert, schlüpfen die letzten der etwa 40 Mitfeiernden durch das Hauptportal. Im nur von Kerzen erleuchteten Kirchenschiff suchen sie sich eine freie Bank. Der Chorraum hinter Bächle ist mit LED-Strahlern in blaues Licht getaucht. Der Diakon mit Zivilberuf in der Seelsorgeeinheit Westliches Schussental spricht davon, das Gute zu erkennen und festzuhalten sowie Belastendes loszulassen. "Möge diese Stunde Ihnen Kraft, Orientierung und Vertrauen schenken", gibt er den Menschen aus allen Generationen mit für die "Holy Hour", die heilige Stunde.
Nach organisatorischen Hinweisen holt Bächle eine konsekrierte Hostie aus dem Tabernakel und setzt sie in die goldene Monstranz ein. Diese stellt er in eine Nische mitten im Hochaltar und schaltet das Licht an. Während er sich davor auf eine Bank setzt und meditiert, kommen später weitere Gläubige nach vorne und werfen Fürbittzettel in eine Glasschale. Andere lassen sich in der rechten Seitenkapelle von einem Bild inspirieren. Es zeigt einen Menschen beim Ausmisten einer Schublade. Daneben heften sie an einer Tafel unter "kann weg" Stichwörter wie Perfektionismus und schlechte Gewohnheiten. Freundschaften und Hilfsbereitschaft jedoch "soll bleiben".







