Priesterweihe

Zwei Berufungen, ein Ziel

Priesterweihe 2025: Patrick Kurfess (links) und Tim Miller (rechts) werden am 12. Juli 2025 durch Bischof Dr. Klaus Krämer in der Pfarrkirche St. Magnus in Bad Schussenried zu Priestern geweiht. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Patrick Kurfess und Tim Miller beschreiben ihre beiden unterschiedlichen Wege hin zur Priester-Weihe, die am Samstag, 12. Juli, stattfinden wird.

Patrick Kurfess aus Tomerdingen und Tim Miller aus Waldburg werden in diesem Juli von Bischof Dr. Klaus Krämer zu Priestern geweiht. Die Lebenswege der beiden jungen Männer sind unterschiedlich, doch eint sie ihre Berufung zum Priesteramt sowie die Überzeugung, dass der Glaube auf grundlegende Fragen des Lebens die besten Antworten liefert und eine Botschaft für die Menschen bereithält, die froh macht und Kraft gibt.

Fragen nach Zufall und Sinn

Dabei beschreibt Kurfess seinen bisherigen Weg als „klassisch“: Schon früh sei er fest ins Leben seiner Heimatgemeinde Mariä Himmelfahrt eingebunden gewesen: als Ministrant, später als langjähriger Oberministrant, als Lektor und Begleiter von Firmgruppen. „Mein Heimatpfarrer hat mich immer sehr gut begleitet und unterstützt“, sagt der heute 26-Jährige. Daher habe er sich früh schon mit dem Glauben beschäftigt. Ausgelöst durch das Ministrieren bei Beerdigungen und Taufen seien ihm Fragen nach Zufall und Sinn im Leben gekommen. „Die Antworten darauf, die uns das Christentum und der katholische Glauben gibt, sind für mich die besten“, sagt Kurfess. In seiner Schulzeit sei ihm dann „ein sehr guter Religionsunterricht“ Wegweiser gewesen. Naheliegend daher, dass er sein Abitur in diesem Fach ablegte. Danach wollte er auf Lehramt studieren, besuchte den Sprachenkurs am Ambrosianum und entschied sich für den Schritt ins Wilhelmsstift, um zu prüfen, ob der Beruf des Priesters seine Berufung und sein Weg sei. Ein Auslandsjahr in Rom und der Kontakt mit der Weltkirche stärkten und festigten diesen Gedanken in ihm und brachten schließlich die Entscheidung.

Die besten Antworten

Bei Tim Miller verlief der Weg zur Priesterweihe weniger gradlinig: Nach dem Abitur verbrachte er ein Jahr als Au-pair bei einer jüdischen Gastfamilie in der Nähe von New York, begann dann ein Bachelorstudium der Politik- und Verwaltungswissenschaft sowie der Internationalen Beziehungen an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen und merkte, wie er sagt, schnell, dass er die Theologie in seinem Alltag nicht missen wollte. Der heute 31-Jährige beendete sein Studium und absolvierte in diesem Zuge ein Praktikum an der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom. „In dieser Zeit fing der Wunsch in mir an zu wachsen, Priester zu werden“, erinnert er sich. Es sei ein langsames, ein „organisches Wachstum“ gewesen, bei dem ihm klar wurde, dass dies sein Weg sein könne. Es schloss sich ein Theologiestudium in Freiburg an und dann, sagt er mit Blick auf das, was sein Mitseminarist zuvor sagte, sei auch ihm klar geworden, dass der katholische Glaube die besten Antworten auf seine Fragen gibt und er traf seine Entscheidung: Es folgte der Wechsel zurück in seine Heimatdiözese und ans Tübinger Wilhelmstift, ein Auslandsjahr in Rom und der Eintritt ins Rottenburger Priesterseminar.

Gott durch die Sakramente nahebringen

„Unsere Aufgabe als geweihte Priester muss es sein, jeden Menschen, der das Verlangen danach hat, mit dem lieben Gott in Verbindung zu bringen“, sagt Miller mit Blick auf das, was nach der Weihe kommt. Der frühere Papst Benedikt XVI. habe gesagt: „‘Die Welt ist schön und Gott ist gut.‘ Das zu vermitteln ist meine Motivation für das Priesteramt.“ Und Kurfess fügt hinzu, dass viele Antworten auf Fragen unserer Zeit durch den Glauben an Gott gegeben werden. „Das trägt und gibt Stabilität.“ Dabei wolle er Gott den Menschen künftig vor allem durch die Sakramente nahebringen. „In unserer Liturgie gibt es so wunderbare Facetten, Gott über alle Sinne erfahrbar zu machen. Das hat mich schon immer begeistert.“ Die besondere Kraft, die darin liegt, möchte er künftig mit seiner Gemeinde teilen.

Hinweis

Der Weihegottesdienst mit Bischof Dr. Klaus Krämer beginnt am Samstag, 12. Juli, um 9:30 Uhr in der Kirche St. Magnus in Bad Schussenried.

Weitere Nachrichten

Glaube
Alpha & Omega mit Andreas Reiner und Alexander Capasso und Moderator Ralf Schöffmann
Die Doku „Ich war ein Zeuge“ zeigt Aussteiger der Zeugen Jehovas. Bei Alpha & Omega sprechen Fotograf Andreas Reiner und Ex-Zeuge Alexander Capasso.
Weiterlesen
Jugend
Generalversammlung des CIM in Rom am 10. März 2026
Der Internationale Ministrantenbund mit Präsident Dr. Klaus Krämer nimmt Einladung zur XIV. Internationalen Ministrantenwallfahrt im Jahr 2028 an.
Weiterlesen