Die Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstützt 2026 weltweit neun Hilfsprojekte für die Opfer von Vertreibung und für Menschen auf der Flucht.
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstützt die Not- und Katastrophenhilfe von Caritas international im Jahr 2026 mit Kirchensteuermitteln in Höhe von rund zwei Millionen Euro. Das weltweit tätige Hilfswerk des Deutschen Caritasverbands kann das Geld in den kommenden Monaten für neun Hilfsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika, Nahost und in der Ukraine einsetzen. Der Schwerpunkt der Projekte, die 2026 durch die katholische Kirche in Württemberg bezuschusst werden, liegt auf der Hilfe für die Opfer von Vertreibung und für Menschen auf der Flucht.
Unzureichende staatliche Unterstützung
Vor dem Hintergrund einer steigenden Zahl an Rückführungen aus den USA, einem Wegbruch zahlreicher Unterstützungsangebote durch den Rückzug von USAID, unzureichender staatlicher Unterstützung und einer wachsenden Vulnerabilität der Betroffenen wird beispielsweise Migrant:innen in den Grenzregionen Guatemalas durch Beratung, Unterkunft sowie medizinische und psychologische Betreuung zur Seite gestanden. Viele Migrant:innen dort leiden unter prekären Lebensbedingungen, emotionalen und wirtschaftlichen Notsituationen. Misshandlungen und Ausbeutung entlang der Migrationsrouten sind zudem weit verbreitet. Auch im Norden Kolumbiens wird Migrant:innen geholfen: Entlang einer gefährlichen Migrationsroute unterstützt die Caritas-Partnerorganisation JRS geflohene Familien aus Venezuela und anderen Ländern. Ein anderes der neun im Jahr 2026 weltweit unterstützten Projekte hilft Menschen in der Ukraine: Angesichts des dortigen Kriegs wird ein Hauskrankenpflege-Angebot unterstützt, dessen Fokus auf pflegebedürftigen Binnenvertriebenen und Senior:innen über 60 Jahren liegt.
Sehr erfreut über die Zusage der Diözese
Dr. Oliver Müller, Leiter von Caritas international, zeigt sich, vor dem Hintergrund knapper werdender Geldmittel im Bereich der internationalen humanitären Hilfe, sehr erfreut über die Zusage der Diözese Rottenburg-Stuttgart und sagt. „Gerade angesichts weltweit schrumpfender Budgets für humanitäre Hilfe ist die Unterstützung der Diözese Rottenburg-Stuttgart alles andere als selbstverständlich. Sie zeigt, dass internationale Solidarität weiterhin ein zentrales Anliegen der Kirche ist – dafür sind wir sehr dankbar.“
Keine Kriminellen
Dr. Heinz Detlef Stäps, Leiter der Hauptabteilung „Weltkirche“ im Bischöflichen Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart, stellt fest: „In einer Welt, in der die Reichen und Mächtigen die Solidarität mit Geflüchteten und Migrant:innen aufkündigen, setzt sich die Kirche und ihre Caritas weltweit für ihre Würde ein. Geflüchtete sind keine Kriminellen, sondern Opfer von Krieg und Vertreibung.“




