Christian Richter bleibt an einer der großzügigen Pflanzeninseln auf dem Gänsmarkt in Bad Mergentheim stehen. Seit einem Jahr ist der Gänsmarkt ein Vorzeigeplatz. Eine langweilige Fläche, die vor allem als Verkehrskreuzung genutzt wurde, ist zu einem Klimaplatz in der Altstadt umgebaut worden. Es ist für die Stadt das erste Projekt im Zuge der Landesgartenschau, die im Jahr 2034 in Bad Mergentheim stattfinden wird.
Die Gestaltung findet Richter gelungen. Er hat noch einen unverfälscht-neugierigen Blick auf die Stadt und die Umgebung. Richter hat im vergangenen Herbst die neu geschaffene Profilstelle „Netzwerk Spiritualität-Pilgern-Tourismus“ im Dekanat Mergentheim übernommen. Das Schöne am Anfang sei gewesen, die Region „wie ein Tourist zu betrachten“, sagt er. Aus dieser Perspektive hat er den Gänsmarkt als erste Station gewählt, um seine Arbeit zu veranschaulichen.
Ökumenische Zusammenarbeit
Für Richter ist die Landesgartenschau auch für die Kirche eine Chance, sich interessant zu präsentieren. Die Landesgartenschau ist ein Zukunftsprojekt. Präsenz zu zeigen, darum geht es Richter aber schon jetzt ganz konkret. Daher hat er aus dem Veranstaltungskalender der Stadt die wichtigsten Großveranstaltungen ausgesiebt, bei denen er – auch in ökumenischer Zusammenarbeit mit evangelischen Partnern – mit Angeboten anzutreffen sein wird.
Premiere für Richter war der Nachtbummel im Mai. Die nächste Veranstaltung ist das Stadtfest, in dessen Rahmen am Sonntag, 28. Juni, diesmal zugleich der Regionaltag der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken stattfindet. Neue Ideen auszuprobieren, haben ihn auf die Stelle gelockt, sagt Richter.






