Kindergärten und Schulen

Finanzielle Entlastung für Familien

Mitteilung der Diözese vom 25. März 2020

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart empfiehlt ihren Trägern in Übereinstimmung mit den weiteren Kirchen und Kommunalen Landesverbänden im Land für den Monat April den Einzug der Elterngebühren auszusetzen.

Diese Empfehlung betrifft 882 Kindergärten in katholischer Trägerschaft mit rund 44.600 Kindern und ihren Eltern.

Ebenso wie die 4-K-Kirchenkonferenz hatten sich am Dienstag die kommunalen Landesverbände Baden-Württembergs für dieses erste wichtige Signal gegenüber den Eltern ausgesprochen, obwohl die Aussetzung der Beiträge ein erhebliches Risiko für die Träger darstellt.

       

Schließung der Schulen

Pressemitteilung Stiftung Katholische Freie Schule vom 13. März

Die Schulen unter dem Dach der Stiftung Katholische Freie Schule schließen ebenso wie die staatlichen Schulen ab Dienstag, 17.3.2020, bis zum Ende der Osterferien.

Am Montag werden Schülerinnen/Schüler und Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter mit organisatorischen Informationen versorgt, damit ein Weiterlernen und Weiterarbeiten unter den gegebenen Bedingungen von zuhause aus ermöglicht werden kann.

Die Schulen werden sich außerdem darum bemühen, ein Betreuungsangebot für Kinder aufrechtzuerhalten, deren Eltern keine andere Betreuungsmöglichkeit haben.

Die Schulen St. Bernhard in Bad Mergentheim, St. Meinrad in Rottenburg und St. Konrad in Ravensburg wurden aufgrund bestätigter Infektionen bereits geschlossen.

Notgruppen in Kindertageseinrichtungen

Information der Hauptabteilung XIII vom 13. März

Für die Einrichtung der Notgruppen zeichnen die Träger in Zusammenarbeit mit den Kommunen vor Ort verantwortlich.
Eltern werden direkt von dem für sie zuständigen Träger über Einrichtungen/Regelungen informiert.

Schließung von Schulen, Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege

Pressemitteilung des Kultusministeriums vom 13. März

Aufgrund der dynamischen Verbreitung des Coronavirus ist zum Schutz der Bevölkerung ein unverzügliches,entschlossenes Vorgehen notwendig. Es bedarf weitreichender Maßnahmen zu Kontaktreduzierungen, um eine unkontrollierte, schnelle Ausbreitung des Virus zu verhindern, damit die Behandlungskapazitäten weiter erhöht und weitere Maßnahmen zum Schutz vulnerabler Gruppen ergriffen werden können.

Vor diesem Hintergrund ist die landesweite Schließung von Kindertageseinrichtungen und Schulen eine erforderliche Maßnahme zur Verzögerung der Ausbreitung. Deshalb hat das Kabinett heute (13. März) beschlossen, dass ab Dienstag, 17. März 2020, alle Schulen und Kindergärten bis einschließlich Ende der Osterferien geschlossen bleiben. Diese Schließung betrifft auch die Kindertagespflege im Land.

„Das ist zum jetzigen Zeitpunkt eine der effektivsten Maßnahmen zur Abflachung und Verzögerung der Erkrankungswelle, die allerdings für uns alle im Land und für jeden Einzelnen einen harten Einschnitt bedeutet. Jeder Einzelne von uns ist aufgefordert, mögliche Einzelinteressen hinten anzustellen. Der Schutz der Bevölkerung steht jetzt an oberster Stelle“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und fügt hinzu: „Wir haben entschieden, die Schulen, Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege erst ab kommendem Dienstag komplett zu schließen, um allen Einrichtungen einen einigermaßen geordneten Übergang zu ermöglichen.“

Diese Entscheidung sei vor allem auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Schulen und Lehrkräfte am Montag noch Zeit haben, den Schülerinnen und Schülern in geeigneter Form Vorbereitungsinhalte, Lernpakete, Aufgaben oder Lernpläne zusammenstellen und übermitteln zu können.

Ministerin Susanne Eisenmann wird sich heute außerdem in einem Schreiben an alle Schulen, Kindertageseinrichtungen sowie die Kindertagespflege im Land wenden, um ihnen diese Maßnahme direkt zu erläutern und um sie um ihre Unterstützung zu bitten.

Prüfungen an Schulen: flexible und pragmatische Lösungen

„Wir werden alle zentralen Fragen beantworten und die Schulen im Land bestmöglich bei dieser Sondersituation unterstützen. Ganz entscheidend ist nun der Umgang mit den bald anstehenden Abschlussprüfungen an allen Schularten. Hier arbeiten wir bereits mit hohem Nachdruck an verschiedenen Szenarien und Notfallplänen. Oberstes Gebot ist dabei: Den Schülerinnen und Schülern darf diese Notsituation nicht zum Nachteil geraten. Deshalb werden wir flexible und pragmatische Lösungen festlegen und auch mit pädagogischem Augenmaß vorgehen“, betont Eisenmann.

Ein Ziel sei es dabei, dass sich diese Pläne – da wo es möglich ist – am Fahrplan der Prüfungen orientieren. „Wir prüfen daher auch in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden die Möglichkeit für Prüfungen in kleinen Gruppen auch während der Schließungen“, so Eisenmann. Eine weitere Option sei, in diesem Jahr verstärkt flexible Nachtermine anzubieten.

Notfallbetreuung für Kinder von Beschäftigten in kritischen Infrastrukturen

Teil des heutigen Kabinettsbeschlusses ist auch, Ausnahmen zur Notfallbetreuung jüngerer Kinder und von Kindern von Beschäftigten in kritischen Infrastrukturen (etwa Polizei, Feuerwehr, medizinisches und pflegerisches Personal, Hersteller von für die Versorgung notwendigen Medizinprodukten, Lebensmittelproduktion und -einzelhandel, Müllabfuhr sowie Energie- und Wasserversorgung) sicherzustellen. Dies gilt, wenn beide Elternteile in kritischen Infrastrukturen beschäftigt sind.

„Unser Ziel muss sein, die öffentliche Daseinsvorsorge aufrechtzuerhalten. Hier stehen jetzt notwendige Gespräche mit den Kommunalen Landesverbänden an. Ich rufe alle Beteiligten dazu auf, in dieser Notsituation konstruktiv mitzuarbeiten“, betont Ministerin Eisenmann und ergänzt: „Mir ist klar, dass wir noch nicht jede Frage beantworten können, umso mehr kommt es auf kurzfristige, pragmatische Lösungen vor Ort an."

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg.

Stiftung Katholische Freie Schule

Mitteilung vom 12. März 2020

Stiftungsdirektor Harald Häupler: „Von Seiten des Bischöflichen Stiftungsschulamtes informieren wir die Katholischen Freien Schulen in unserer Diözese über die aktuellen Mitteilungen und Empfehlungen des baden-württembergischen Kultusministeriums. Zusätzlich empfehlen wir, für den Fall einer notwendigen Schulschließung prophylaktisch die entsprechenden Entscheidungs- und Informationswege zu prüfen. Außerdem sind die Lehrkräfte angehalten zu klären, wie die Schülerinnen und Schüler im Zweifelsfall auch zuhause schulisch betreut werden können, etwa durch die Zusendung entsprechender Aufgaben.“

St. Meinrad Rottenburg

Schließung am 12. März 2020

Aufgrund eines auf Coronavirus positiv getesteten Schülers hat die Schulleitung des Katholischen Freien Gymnasiums St. Meinrad in Rottenburg am Neckar in Absprache mit dem Stiftungsschulamt entschieden, die Schule bis Sonntag, 15. März, zu schließen.

"Diese Entscheidung haben wir präventiv und in Fürsorge für die Schulgemeinschaft und die Familien getroffen", sagt Oberstudiendirektor i. K. Peter Scheiger.

Sollte eine längere Schließung nötig sein, um die weitere Ausbreitung zu verhindern, werden die Schülerinnen und Schüler mit Aufgaben versorgt. Dazu werden die Eltern rechtzeitig informiert.

"Für uns stehen die Prävention und die Fürsorge an erster Stelle", sagt Scheiger. "Uns ist bewusst, dass das Vorgehen für die Eltern auch eine Belastung darstellt, gleichzeitig hoffen wir, dass wir auch in Ihrem Interesse handeln."

Kultusministerium Baden-Württemberg

Informationen für Schulen und Kindergärten

Aktuelle Hinweise für Schulen und Kindetageseinrichtungen des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg:

  • Bei Personen, die nicht in einem Risikogebiet waren und keinen Kontakt zu einem am neuartigen Coronavirus-Erkrankten hatten, sind keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen nötig. Diese Personen können daher uneingeschränkt am Schul- bzw. Kita-Betrieb teilnehmen.
     
  • Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, vermeiden – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte und bleiben vorläufig zu Hause.
     
  • Personen, die in einem Risikogebiet waren und innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, u.a. bekommen, vermeiden alle nicht notwendigen Kontakte und bleiben zu Hause. Diese Personen setzen sich umgehend telefonisch mit ihrem Hausarzt in Verbindung oder nehmen Kontakt mit dem kassenärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116117 auf.
     
  • Personen, die während ihres Aufenthalts in einem Risikogebiet oder innerhalb der vergangenen 14 Tage Kontakt zu einem bestätigt an COVID-19 Erkrankten hatten, kontaktieren umgehend das örtlich zuständige Gesundheitsamt. Dies muss in jedem Fall erfolgen – unabhängig vom Auftreten von Symptomen.
     

Die Hinweise gelten für alle Personen an Schulen und Kindertageseinrichtungen, das heißt sowohl für Schülerinnen und Schüler, Kita-Kinder, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie für alle weiteren in den Einrichtungen Beschäftigten beziehungsweise Tätigen.

Alle aktuellen Informationen und Updates gibt es auf der Seite des Kultusministeriums Baden-Württemberg.

Weiterführende Informationen

Für weitergehende Informationen verweisen wir zudem auf nachfolgende Internetseiten:

Hauptabteilung Schulen der Diözese

Hauptabteilung Caritas der Diözese

Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese