Wegzeichen · Lebenszeichen · Glaubenszeichen

Der Stiftungspreis 2022

Noch bis 31. Oktober bewerben!

Für herausragende Aktivitäten zum Erhalt, zur Neuerrichtung oder zur Dokumentation von christlichen Wegzeichen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart lobt die Stiftung Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen den Stiftungspreis 2022 aus. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, eine Aufteilung auf mehrere Preisträger ist möglich. Zudem wird ein Sonderpreis für den Einsatz Jugendlicher ausgelobt. Man kann auch andere für den Preis vorschlagen.

Preiswürdig sind Aktivitäten zur Sicherung und zum Erhalt religiöser Kleindenkmäler, Sanierungs- und Renovierungsarbeiten sowie die Dokumentation religiöser Kleindenkmale oder auch die Neuerrichtung. Um den Preis könnten sich Einzelpersonen, Gruppen oder Vereine aus dem Gebiet der Diözese Rottenburg-Stuttgart bewerben, nicht aber kirchliche oder politische Gemeinden beziehungsweise behördliche Einrichtungen.

Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2022.
 

Wegzeichen sind Glaubenszeichen

Unsere Sommerserie 2022

Wegzeichen im Weggental

Von Annika Werner

Fromme Alltagseinblicke

Nicht alle Kinder sind auf Anhieb auszumachen. Auch sie habe sich schon mal verzählt, sagt Christine Schmidt. Doch es sind genau 18. So viele Kinder hatten Bartholomäus Lang und seine Frau, wie Christine Schmidt erklärt. Ein Relief am Bildstock Ecke Goldbachstraße-Kirchbergstraße in Igersheim erinnert an die Familie: Unter einer Kreuzigungsdarstellung knien 18 Figuren. Eine Maria krönt den Bildstock, an dem Christine Schmidt zusammen mit ihrem Mann Olaf und Georg Jetzinger steht. Ihnen liegt nicht nur dieses Kleindenkmal am Herzen.

Christine und Olaf Schmidt sowie Georg Jetzinger gehören dem Heimatverein Messklingenschlapp Igersheim an. Christine Schmidt ist Schriftführerin, ihr Mann Olaf Kassenwart und Georg Jetzinger Ehrenvorsitzender. Der Verein will laut Satzung historisches Wissen und geschichtliches Bewusstsein fördern und geschichtsträchtige Gebäude erhalten.

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Kapellenrenovierung wird zur Entdeckungsreise

Dass Menschen Ruhe finden beim ruhenden Herrn, dass sie mit ihren Sorgen und Nöten bei Jesus sitzen dürfen, der so viel Leid auf sich genommen hat – das ist Botschaft und Bestimmung der Herrgottsruh-Kapelle in Demmingen auf dem Härtsfeld.

Die schmucke Feldkapelle am Rande des knapp 450 Einwohner zählenden Teilortes von Dischingen, der östlichsten Gemeinde Baden-Württembergs, ist ein Paradebeispiel für das Engagement zum Erhalt christlicher Kleindenkmale, welche weite Teile der württembergischen Kulturlandschaft prägen. Sie zeugen nicht nur vom tiefen Glauben früherer Generationen, sondern laden auch heute zum Verweilen und Beten ein. Dass sie oft auch eine spannende Geschichte haben, die es wert ist, entdeckt und aufgeschrieben zu werden, haben Johann und Edeltraud Kohler erlebt.

„Wenn Sie hier stehen, merken Sie gleich: Das ist ein ganz besonderer Platz“, schwärmt Edeltraud Kohler. Von der kleinen Anhöhe des welligen Hügellandes, auf dem die Kapelle steht, schweift der Blick über das Donautal und gewahrt bei Fön das Alpenpanorama bis zur Zugspitze.

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Wie eine Klammer zurück in die Vergangenheit

Vor über 500 Jahren das erste Mal erwähnt, lädt das Härlekreuz oberhalb von Fridingen an der Donau noch heute zum Innehalten ein. An dem markanten Aussichtpunkt gelegen sei die Bedeutung des Kreuzes fest im Ort verwurzelt, sagt Wolfgang Wirth, Ehrenvorsitzender des Fridinger Heimatkreises.

"80 Leute kamen zur Weihe des neuen Korpus", erinnert er sich. Dieser sei notwendig geworden, nachdem Vandalen das Kreuz 2020 zerstörten und den früheren Korpus stahlen. "Da war das Entsetzen groß, aber für uns stand schnell fest, dass wir alles wieder richte", sagt der 63-Jährige.

Die Pflege von Kleindenkmalen, von denen es auf Fridinger Gemarkung rund 70 gibt, sei seit 1995 Teil der Vereinssatzung. Für diese Aufgabe organisiert der Verein immer wieder Tausende von Euro. Und mit einem Altersdurchschnitt von 50 Jahren sei es um den 265 Mitglieder zählenden Verein gar nicht so schlecht bestellt, freut es den Ehrenvorsitzenden.   

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Bei Meister Gebhard Fugel abgeschaut

Günter Brutscher entdeckte den Ideengeber des Kreuzwegs in Molpertshaus

Auf das Bildstöckle im Vorgarten seines Hauses ist Günter Brutscher stolz. (...) Seine wahren Schätze lagern aber in seinem Büro, genauer gesagt in seinem Computer. Dort hat der pensionierte Schulleiter Beschreibungen und Fotos von unzähligen Wegzeichen, Kapellen, Flurkreuzen und Lourdesgrotten in Oberschwaben und im Allgäu zusammengetragen und ins Internet gestellt. (...)

Als er die Bilder vom Kreuzweg im nahen Molpertshaus auf seiner Seite findet, hält Günter Brutscher inne. Er nimmt einen postkartengroßen Stapel zur Hand. Die Nachbildungen zeigen den "Kleinen Kreuzweg" von Gebhard Fugel, den der aus Oberschwaben stammende Künstler Anfang des 20. Jahrhunderts in mehreren Kirchen so oder so ähnlich hinterließ. Der Hobbyfotograf greift die zwölfte Station heraus und vergleicht sie mit der in seiner Galerie.

Die Farbgebung und der Pinselstrich sind zwar anders, aber die Ähnlichkeit ist eindeutig.

Die Fugelschen Motive hat Günter Brutscher auch dabei, als er sich von seiner Pfarrkirche in Molpertshaus auf den Weg zu den realen Kreuzwegstationen macht.

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Die Wächterin des Rottenburger Kreuzwegs

Ute Drews erzählt, warum der Kreuzweg etwas Besonderes ist

Ute Drews steht vor einer der 14 Stationen des Kreuzwegs. Oben auf dieser Stele befindet sich ein Kreuz. Die stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung Rottenburg am Neckar und Mitglied der Steuerungsgruppe Kreuzweg zur Altstadtkapelle erzählt, dass es früher einmal Holzkreuze auf den Giebelspitzen gab. Diese waren dann allerdings verschwunden, sodass zu einem späteren Zeitpunkt kleine Steinkreuze angebracht wurden, von denen aber auch nur noch drei existieren. (...)

 

Jeder hat einen Kreuzweg. Jeder hat schon einmal Schmerz oder unendliches Leid erlebt.

 

Fünf Jahre lang wurde der Kreuzweg saniert und renoviert. Ute Drews tat es ganz schön weh, mitanzusehen, wie heruntergekommen der Kreuzweg hier war. Sie ist erleichtert und froh, dass bei dieser aufwendigen Arbeit alles soweit ganz gut geklappt hat und dass das Ergebnis spitzenmäßig aussieht. Im Mai dieses Jahrs wurde das „Aufstellungsfest“ mit einem zusätzlichen Benefizkonzert der Orchestervereinigung der VHS Rottenburg bei der Altstadtkapelle gefeiert.

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Orte zum Krafttanken und Innehalten

Lebenszeichen aus dem Lockdown

Ein Wegkreuz, an dem man gern vorbeispaziert, ein Baum, der einen ehrfürchtig innehalten lässt, ein Kirchturm, der durchs lichte Grün der Obstbaumwiesen schimmert. Im Frühjahr 2020, mitten im Corona-Lockdown und in einer Zeit größter Verunsicherung, haben uns Katholikinnen und Katholiken aus unserer Diözese und darüber hinaus ihre Wegzeichen, Lebenszeichen, Glaubenszeichen geschickt. Wir zeigen eine Auswahl der Bilder, die uns in dieser Zeit erreicht hat.

Karin Heilig

Bettina Pfitzinger

Anette Wagner

Wegkreuz in Dettingen (Rottenburg)

Anita Wenger

Wo sich Martinusweg und Jakobsweg kreuzen ... täglicher Weg zur Arbeit

Oliver Burry

Markus Kohler

Veronika Rais-Wehrstein

Eines von vielen Wegkreuzen auf den Feldern um meine Gemeinde. Hier halte ich inne und tanke auf.

Mirjam Fischbach

Klaus Striegel

Rastplatz am Feldkreuz zum vespern und innehalten, zum nachdenken und danken, der Schatten des Kreuzes unter der Kastanie hat zu diesem Bild inspiriert und nachösterliche Gedanken geweckt. Wir waren etwa einen "Sabbatweg" weit vom Dorf Elchingen b. Neresheim zur Vesperpause auf der Ruhebank "eingekehrt".

 

Christoph Burandt

Wegekreuz im Oberallgäuer Umland von Kempten, hier beim Sonnenaufgang. Regelmäßiges Wiedersehen bei meinen Trainingseinheiten und damit ein Ort des "Krafttanken" .

Norbert Alois Martin

Das Arma Christi Kreuz beim Riedhof bei Wangen-Deuchelried wurde für das Überleben des Sohnes gestiftet, nachdem 3 Tage hintereinander die 3 Geschwister an Halsbräune (Diphterie) gestorben waren und auch dieses Kind sterbenskrank gewesen war. Es ist kein Zufall, gerade in diesen Tagen mit der Geschichte dieses Kreuzes am Wegesrand vertraut zu werden.

Heinz Schneider

Edelgard Guth

Ein selbstgemachtes Kreuz in meiner Jugendzeit.

Aska San

Hebe deine Augen auf... deine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat (mit Mendelssohn Musik)

Petra Tri

Unser Sellenberg Westerheim

Maria Haller

Der Blick in den Garten von meinem Balkon. Natur pur - ein Paradies - Schöpfung.

Ralf Hallmaier

Hödingen am Bodensee

Klaus Ungerer

Mitten in der Natur: "Marienkapelle am Binsenweiher" in Ulm-Wiblingen. Der schönste Ort zum Innehalten und Kraft tanken.

EL Kevo

Rund um den heiligen Berg Oberschwabens. Hier kann man gut wieder Kraft tanken.

Michael Walz

Wunderbare Wald-Kiefer bei Horb

Wildandrea

Melanie Bueche

"Dem Himmel so nah": Schönbuchturm in Herrenberg auf dem Martinusweg

Sebastian Fuchs

Wegkreuz am Hohenrainweg in Abtsgmünd

Gabi Pfleghar

St. Utakapelle in Uttenweiler

Rosa Mandato

Hier kann ich Stille halten und Gott danken für die schöne Natur, die mich umgibt...

Simona Morgenthaler

Lindau am Bodensee

Aktuelle Nachrichten zum Thema

Albert Bertsch an der Lourdesgrotte in Oedheim-Degmarn
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Degmarn
Die Ave-Glöcklein-Gruppe unterstützt mit der Wiederbelebung eines Brauchs den Erhalt religiöser Glaubenszeichen.
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Wegzeichen
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Dischingen
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