Nachrichten

Rottenburg. „Gewalt, Kriege, Terror zerstören das gemeinsame Haus, in dem wir leben – doch das Christentum ist die Religion des Friedens und der Versöhnung.“ – Dr. Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, zeigt sich in seiner Weihnachtsbotschaft besorgt über den Unfrieden, die Gewalt, die kriegerischen Auseinandersetzungen und humanitären Katastrophen weltweit. Leider sei auch das Weihnachtsfest 2018 vielerorts von Hass, Gewalt und Unheil bestimmt. Selbst wenn innerhalb von Europa in jüngster Zeit ständig neue Konflikte aufkeimten, so sei es doch seinem christlichen Fundament zu verdanken, dass über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg der Geist der Versöhnung aus Europa einen Kontinent des Friedens und nicht mehr des Krieges gemacht habe. Die heute oft kritisierte EU habe dabei eine stabilisierende Rolle gespielt.

Für das kommende Jahr wünscht sich der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, dass im Sinne des französischen Europapolitikers Jaques Delors der Kontinent und die ganze Welt „einen neuen spirituellen Elan“ erhält auf der Basis dessen, was die Christenheit an Weihnachten feiert: die Geburt von Jesus von Nazareth, des Friedensbringers und Friedensstifters. Gebhard Fürst: „Ich rufe alle Religionen und religiösen Menschen auf der ganzen Welt dazu auf, in einen heilsamen Wettbewerb einzutreten, wer am intensivsten für den Frieden arbeitet und am wirkungsvollsten Versöhnung stiftet.“

Von symbolhafter Bedeutung ist für den Bischof in diesem Zusammenhang das Friedenslicht, das viele junge Menschen in den Wochen vor Weihnachten heraus aus der Grotte in der Geburtskirche in Bethlehem heraus bis in die Kirchengemeinden der Diözese Rottenburg-Stuttgart getragen haben: „Auf diese Weise geben sie die Botschaft des Friedens an die Menschen in unserem Land weiter, die Botschaft, die vom Geburtsort Jesu ausgeht. Das Friedenslicht ist Ermutigung, sich für den Frieden in Deutschland, Europa und weltweit einzusetzen.“

Hinweis:
Das Pontifikalamt zum Weihnachtsfest am 25. Dezember um 9.30 Uhr aus dem Rottenburger Dom wird als Livestream auf www.drs.de übertragen. Zelebrant und Prediger ist Bischof Gebhard Fürst.
Bischof Gebhard Fürst leitet auch die Pontifikalvesper am 25. Dezember um 18.00 Uhr, ebenfalls im Rottenburger Dom.

Archiv