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Weingarten.  Mit dem gegenwärtigen Stand der Entwicklungszusammenarbeit befasst sich eine Tagung der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die am Donnerstag, 9. Mai, im Tagungshaus Weingarten beginnt.

Die dreitägige Veranstaltung steht unter der Überschrift „Enwicklungszusammenarbeit – Engagement & Verantwortung der Zivilgesellschaft“. Themen sind beispielsweise die zivilgesellschaftliche Verantwortung in der Entwicklungspolitik, Strategien von Nichtregierungsorganisationen gegenüber Unternehmen, die Entstehung entwicklungspolitischer Themen und wie diese bewertet werden oder „Korruption und Klientelismus in der Entwicklungszusammenarbeit“. Zu den Referenten zählen Christoph Beier, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) aus Eschborn, Stephan Klingebiel vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) aus Bonn, oder Heike Spielmanns vom Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) mit Sitz in Berlin.

Bis Samstag, 11. Mai, geht es bei der Tagung in einer kritischen Bewertung darum, ob Ziele, Strukturen und Instrumente der Entwicklungsarbeit überhaupt noch angemessen sind und ob es generell noch Sinn macht, sich in diesem Bereich zu engagieren. Denn die Grundannahme der Tagung lautet, dass die Sinnhaftigkeit der Entwicklungszusammenarbeit in ihrer jetzigen Gestalt vielfach in Frage gestellt wird und hierzu noch die bisweilen frustrierende Erfahrung kommt, dass Grundsätze westlicher Entwicklungszusammenarbeit und der damit verbundene Wertekanon in Teilen der Welt offen abgelehnt werden.
 
Weitere Informationen zu der Tagung gibt es bei Isolde Frank, Akademie der Diözese in Weingarten, unter Telefon 0751 / 5.68.64.13.

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