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Erstmals bietet das Bonifatiuswerk, das die katholische Kirche in der Diaspora unterstützt, einen Praktikumsplatz für junge Menschen in Estland an. Alexandra Herger aus Korntal-Münchingen reist im September für zehn Monate in die Uni-Stadt Tartu, wo sie in einer katholischen Schule mitarbeitet.

Erst im Herbst letzten jahres gewann Alexandra Herger mit der Katholischen Jugend Strohgäu (KJS) den Medienwettbewerb „Herkunft hat Zukunft“ des Bonifatiuswerks und der Journalistenschule ifp. Nun bricht die Studentin nach einem mehrtägigen Vorbereitungsseminar in Paderborn mit dem Bonifatiuswerk ins estnische Tartu auf. Dort hilft die 23-jährige unter anderem bei der Tagesgestaltung im Kindergarten oder als Assistenzlehrerin im Deutsch- und Englischunterricht der katholischen Schule.

Mit der kirchlichen Struktur in ihrer schwäbischen Heimat bestens vertraut interessiert sich Alexandra Herger, wie eine Gemeinde in anderen Ländern funktioniert und wie dort Glaube und Kirche vermittelt werden. "Ich möchte mich durch mein Studium der Kultur- und Medienbildung dafür einsetzen, kirchliche Themen auf kultureller und medialer Ebene ansprechend zu gestalten“, erklärt sie ihre Motivation. Alexandra Herger ist eine von 21 jungen Menschen aus elf deutschen Bistümern, die über das Bonifatiuswerk in Nordeuropa und dem Baltikum unmittelbare Einblicke in das kirchliche Leben in der Diaspora erhalten.

Theresa Meier / Markus Waggershauser

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