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Bei manchen engagierten Katholikinnen und Katholiken hat der Missbrauchsskandal das Fass zum Überlaufen gebracht und sie kehrten ihrer Kirche den Rücken. Schockiert hat dieser auch den 18-jährigen Erik Salzer aus dem Dekanat Ostalb. Weshalb er dennoch seinem Glauben und seiner Kirchengemeinde treu bleibt, erzählt er in einer neuen Serie.

Mit der Reihe "Warum ich bleibe ..." lässt das Dekanat Ostalb ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wort kommen. Die Beiträge sollen "die Sprachlosigkeit überwinden und gegenseitig Mut machen", erklärt Sibylle Schwenk, Dekanatsreferentin für Öffentlichkeitsarbeit. Auslöser war eine Sitzung des Dekanatsrats, bei der es um die Auswirkungen des Missbrauchsskandals ging. Die Reaktionen in den Kirchengemeinden waren unterschiedlich, zeigten aber doch, dass überall Gesprächsbedarf besteht.

Erik Salzer beklagt im zweiten Statement der Serie klar Scheinheiliges in der Kirche. "Das hat nichts mit meinem Glauben zu tun", stellt der 18-Jährige klar. Dann erzählt der Oberministrant von St. Nikolaus in Wört, Seelsorgeeinheit Virngrund-Ost, von seinem vielfältigen Engagement - zuletzt bei der 72-Stunden-Aktion in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) Ellwangen. Für den Mechatroniker im dritten Lehrjahr ist es ein ganz intensivers Gefühl, seine innere Verbindung zu Gott gemeinsam mit anderen zu leben. "Deshalb bleibe ich", schließt er seinen Beitrag.

Markus Waggershauser

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