Ist eine schwebende und schäumende Metaphysik schwammig?

Ist eine schwebende und schäumende Metaphysik schwammig?
Foto: Dekanat

Philotheo-Vorträge im Grenzbereich von Philosophie und Theologie

Gedanken und Konzepte von Oskar Becker, Walter Schulz und Peter Sloterdijk
Viele verbinden mit der Metaphysik eine bornierte Verfestigung, eine unsachgemäße Vereindeutigung der Welt und die unzeitmäßige Vereinheitlichung unhintergehbarer Vielfalt. Metaphysik sei ein Schwamm, der alles um sich herum in Eines aufsauge und am Ende nichts als schwammige Begrifflichkeit verbreite. Wer den Schwamm drückt, erhalte nur „überflüssiges“, bedeutungsloses Wissen. Indessen gibt es auch eine Metaphysik, die im Festhalten an Grundprinzipien ein Aufschäumen der Wirklichkeit einräumt und trotz Fundaments einen Schwebezustand zulässt.

Über die Reihe:
Neues Schwerpunktthema 2025/2026: Metaphysik
Das metaphysische Dreieck von Gott, Welt und Seele mit Gott an der Spitze ist mit weitreichenden Folgen implodiert. Viele Menschen leben, als ob es Gott nicht gäbe. Manche Philosophen arbeiten heute mit Gedanken Platons an Modellen, die die Seins- und Sinnfrage wieder auf ein höchstes Sein und einen ewigen Sinn ausrichten. Während etliche Theologen über zu viel „Platonismus“ klagen, scheint es angemessener, den kircheneigenen säkularen Horizontalismus und teils nihilistischen Pragmatismus mit neuem Sinn und neuem Ideal zu replatonisieren. Sonst drohen bloße Oberflächlichkeit und ein blindes Dahinrasen im Flächenland des Alltags.

Referent: Dr. Wolfgang Steffel

kostenfrei

Anmeldung erforderlich für die Online-Teilnahme

Online- und Telefonteilnahme mit Besuchsmöglichkeit im Bischof-Sproll-Haus, Olgastr. 137, Ulm. Link anfordern beim Dekanat unter Tel.; 0731/9206010, E-Mail: dekanat.eu(at)drs.de 

Weitere Informationen finden Sie im Flyer