Im Dialog mit der Wirklichkeit
Philotheo-Vorträge im Grenzbereich von Philosophie und Theologie
Wie metaphysisches Denken den Realitätssinn verbessert
gleichzeitig Haupt- und Leitvortrag 2026 des Dekanats Ehingen-Ulm
Im Blick auf das klassische metaphysische Dreieck mit seinen Polen Welt-Seele-Gott findet der Mensch die Möglichkeit, die heute häufig auf „Physik“ reduzierte Wirklichkeit in eine „Metaphysik“ hinein zu übersteigen. Ohne die Resonanz mit Gott ist die Lage des Menschen nicht auszusagen – oder sie mündet geradewegs in die Entwertung des Geistigen und die Überbewertung von „Oberflächlichkeiten und Belanglosigkeiten des alltäglichen Lebens, die den Menschen nur von seinem wahren Selbst entfernen“ (Karl Albert). Der Mensch muss sich der Wirklichkeit an- und einpassen, und zwar mit der Fülle der die als Mensch zur Verfügung stehenden Mittel. Zu diesen Mitteln gehören etwa geistige Erkenntnis, der Körper, Phantasie, Empathie usw.
Über die Reihe:
Neues Schwerpunktthema 2025/2026: Metaphysik
Das metaphysische Dreieck von Gott, Welt und Seele mit Gott an der Spitze ist mit weitreichenden Folgen implodiert. Viele Menschen leben, als ob es Gott nicht gäbe. Manche Philosophen arbeiten heute mit Gedanken Platons an Modellen, die die Seins- und Sinnfrage wieder auf ein höchstes Sein und einen ewigen Sinn ausrichten. Während etliche Theologen über zu viel „Platonismus“ klagen, scheint es angemessener, den kircheneigenen säkularen Horizontalismus und teils nihilistischen Pragmatismus mit neuem Sinn und neuem Ideal zu replatonisieren. Sonst drohen bloße Oberflächlichkeit und ein blindes Dahinrasen im Flächenland des Alltags.
Referent: Dr. Wolfgang Steffel
Kosten: kostenfrei
Anmeldung erforderlich für die Online-Teilnahme
Online- und Telefonteilnahme mit Besuchsmöglichkeit im Bischof-Sproll-Haus, Olgastr. 137, Ulm. Link anfordern beim Dekanat unter Tel.; 0731/9206010, E-Mail: dekanat.eu(at)drs.de
