Warum glauben, wenn doch die Wissenschaft Wissen schafft?

Tragweite und Grenzen der Naturwissenschaften - PHILOTHEO Im Grenzbereich von Philosophie und Theologie Schwerpunkt 2026: Metaphysik
Das metaphysische Dreieck von Gott, Welt und Seele mit Gott an der Spitze ist mit weitreichenden Folgen implodiert. Viele Menschen leben, als ob es Gott nicht gäbe. Manche Philosophen arbeiten heute mit Gedanken Platons an Modellen, die die Seins- und Sinnfrage wieder auf ein höchstes Sein und einen ewigen Sinn ausrichten.
Das Thema formuliert die verbreitete Auffassung, dass allein die Naturwissenschaften uns zuverlässiges Wissen liefern. Sind wir wirklich in einem funktionalen und kausalen Denken gefangen? Wird dadurch ein Gottesglaube mehr und mehr verdrängt und letztlich überflüssig? Zur Klärung solcher Fragen werden die Tragweite und dabei auch die Grenzen der wissenschaftlichen Vorgehensweise dargestellt: Die Naturwissenschaften formulieren zwar den sehr wichtigen Aspekt des Funktionierens der Welt, blenden aber wesentliche andere Sichtweisen aus: die Ich-Perspektive, ethische Fragen, Zwecke, Sinn-, Wert- und Zielperspektiven. Auch das Kausalitätsdenken ist fragwürdig.
Vortrag: Prof. Dr. Peter C. Hägele, Universität Ulm (Fachbereich Physik; Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung)
