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Erinnerung an Mut, Glauben und Widerstand

Ein Erinnerungsort zur Geschichte des kirchlichen Widerstands

Der Bischof-Sproll-Gedenkort erinnert an Joannes Baptista Sproll (1870–1949), den siebten Bischof von Rottenburg. Als entschiedener Gegner des Nationalsozialismus wurde er 1938 als einziger deutscher Bischof aus seiner Diözese verbannt. Die Ausstellung lädt dazu ein, sein Leben, seinen Glauben und seinen mutigen Einsatz für christliche Werte kennenzulernen.

Ein Ort mit Geschichte

Der Gedenkort befindet sich im heutigen Bischöflichen Ordinariat Rottenburg. Das historische Palais war Wohn- und Arbeitsort von Bischof Sproll. Im Frühjahr und Sommer 1938 wurde das Gebäude von nationalsozialistischen Gruppierungen belagert. Fenster wurden eingeworfen, Hetzparolen angebracht und schließlich die Wohnung des Bischofs gestürmt und verwüstet. Die Ausstellung befindet sich damit an einem authentischen historischen Ort.


Joannes Baptista Sproll

Ein Bischof mit Haltung

Joannes Baptista Sproll wurde 1870 in Schweinhausen geboren und 1927 zum Bischof von Rottenburg gewählt. Schon früh positionierte er sich gegen die Ideologie des Nationalsozialismus und setzte sich für die Freiheit des Glaubens und die Würde des Menschen ein. Sein Wahlspruch lautete „Fortiter in fide“ – Stark im Glauben.

Die Ausstellung beleuchtet sein Leben und Wirken als Bischof von Rottenburg, seinen Einsatz für Kirche und Gesellschaft sowie seinen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Darüber hinaus werden die Jahre seines Exils, seine Rückkehr nach Rottenburg und sein Vermächtnis als bedeutende Persönlichkeit der Diözesangeschichte thematisiert.

  • Mut zum Widerstand

    Sproll verweigerte 1938 demonstrativ die Teilnahme an der Abstimmung über den „Anschluss“ Österreichs. Diese Entscheidung führte zu massiven Angriffen durch nationalsozialistische Gruppen und schließlich zu seiner Verbannung.

  • Das Exil

    Nach seiner Vertreibung lebte Sproll zunächst in St. Ottilien und später in Krumbad. Trotz der räumlichen Trennung blieb er mit seiner Diözese verbunden und führte sein Amt von dort aus weiter.

  • Rückkehr und Vermächtnis

    Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kehrte Sproll 1945 nach Rottenburg zurück. Tausende Gläubige bereiteten ihm einen bewegenden Empfang. Heute gilt er als Symbol für Zivilcourage und Glaubensstärke.


Informationen für Ihren Besuch

Gut vorbereitet für Ihren Besuch am historischen Erinnerungsort

Der Bischof-Sproll-Gedenkort befindet sich im Bischöflichen Ordinariat Rottenburg am historischen Wirkungsort von Joannes Baptista Sproll. Die multimediale Ausstellung vermittelt Einblicke in das Leben und Wirken des Bekennerbischofs und seinen Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime.

Der Besuch des Gedenkorts ist während der Öffnungszeiten des Bischöflichen Ordinariats möglich. Der Eintritt ist frei.

  • Führungen
    • Individuelle Gruppenführungen für bis zu 20 Personen
    • Führungspauschale: 25 €
    • Kostenfreie Führungen für Schulklassen
    • Regelmäßige öffentliche Führungen mit Einblicken in die Lebensgeschichte Joannes Baptista Sprolls
  • Anreise
    Adresse

    Bischof-Sproll-Gedenkort
    Eugen-Bolz-Platz 1
    72108 Rottenburg am Neckar


Ansprechpartner & Kontakt

Bischof-Sproll-Gedenkort

Adresse

Bischof-Sproll-Gedenkort
Eugen-Bolz-Platz 1
72108 Rottenburg am Neckar

Telefon

07472 922-180

E-Mail

museum@bo.drs.de

Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Melanie Prange
Museumsdirektorin und Diözesankonservatorin

Das Museum ist Ansprechpartner für Führungen, Gruppenanmeldungen und weitere Informationen zum Gedenkort.


Mehr erfahren

Weiterführende Informationen zum Leben und Wirken von Joannes Baptista Sproll, zur Ausstellung, zu Führungen sowie zu aktuellen Veranstaltungen finden Sie auf der Website des Bischof-Sproll-Gedenkorts.