Reliquiengärtchen - Vom Wachsen und Blühen der Gebeine"
Die biblische Garten- und die mittelalterliche Pflanzensymbolik blieb in den nachfolgenden Epochen im Gedächtnis und schwingt auch dort noch mit, wo es anscheinend lediglich um Zierde und Schmuck geht. Davon zeugen die heute sehr fremd anmutenden Reliquiengärten, die seit dem Spätmittelalter hauptsächlich in Frauenklöstern gefertigt wurden. Und auch das Umhüllen der Katakombenheiligen mit floraler Motivik auf barocken Altären erschöpft sich nicht in dessen dekorativer Qualität. Bereits Gregor von Tours (gest. 594) schrieb im Zusammenhang mit Reliquien über das Wachsen und Blühen der Gebeine.
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