Wie politisch soll Kirche sein? Einführung in Sozialethik
Wenn Kirchen sich zu sozialen Fragen, zu Flucht, Klima oder sozialer Gerechtigkeit äußern, stößt das manchmal auf Kritik. Manche wünschen sich eine „unpolitische Kirche“, andere erwarten von ihr noch deutlichere Stellennahmen. Dieser Studientag führt in die Grundlagen der christlichen Sozialethik und der katholischen Soziallehre ein: Menschenwürde, Gemeinwohl, Solidarität und Subsidiarität bilden dabei den Rahmen. Von dort aus blicken wir auf aktuelle Konfliktfelder und Machtverhältnisse in Kirche und Gesellschaft: Wo ist kirchliches Engagement gefragt? Wo droht Vereinnahmung durch parteipolitische Interessen oder die Stabilisierung ungerechter Strukturen? Gemeinsam mit unserer Referentin Manuela Wannenmacher vom Lehrstuhl für Theologische Ethik/Sozialethik fragen wir, wie Christ:innen Verantwortung in Gesellschaft und Politik übernehmen können – ob als Einzelne oder in ihren Kirchengemeinden. Ein besonderer Blick wird Menschen mit Behinderung bzw. den vulnerablen Gruppen in unserer
Gesellschaft gelten.
Dieser Studientag ist Teil des Tübinger Theologischen Kurses in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Der Kurs richtet sich hauptsächlich an Menschen, die andere Ausbildung und/oder Beruf haben, sich aber für Theologie interessieren. Gäste - unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit - sind herzlich willkommen.
- Kostenfrei
- Anmeldung
- Anmeldeschluss: 26. Februar 2027
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