In der Spur des Zweiten Vatikanischen Konzils weitergehen
Das Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965) war vordergründig kein Reformprogramm, sondern vor allem ein geistlicher Aufbruch hin zu einer Kirche als Gemeinschaft: dialogisch, weltoffen und getragen durch das gemeinsame Priestertum aller Gläubigen. Und trotzdem möchte sich die katholische Kirche aus ihrer Tradition her verstanden wissen. Viele Impulse – etwa die Liturgie in der Volkssprache, die Rückbesinnung auf die Bibel und der Dialog mit der modernen Welt und anderen Religionen – prägen unseren Kirchenalltag in Europa. Einige Ergebnisse des Konzils blieben aber umstritten oder werden heute nur zaghaft umgesetzt. Der Studientag mit Prof. Dr. Bernd Jochen Hilberath, emeritierter Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte, bietet eine gut verständliche Einführung in die wichtigsten Grundhaltungen des Konzils. Hilberath fragt nach den Früchten des Konzils für heute und hier: Was bedeutet es konkret für unsere Kirchengemeinden, wenn Kirche als Volk Gottes, als Communio und als pilgernde Kirche verstanden wird? Dabei steht besonders die Frage im Raum, was es praktisch heißt, „synodal Kirche zu sein“: gemeinsam zu hören, zu beraten und zu entscheiden – und so den Weg des Evangeliums in unserer Zeit weiterzugehen.
Dieser Studientag ist Teil des Tübinger Theologischen Kurses in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Der Kurs richtet sich hauptsächlich an Menschen, die andere Ausbildung und/oder Beruf haben, sich aber für Theologie interessieren. Gäste – unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit – sind herzlich willkommen.
Anmeldung
Anmeldeschluss
- 9. April 2027
Weitere Informationen