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Beim Diözesanhaushalt blieb am Ende des Jahres 2015 ein Überschuss von 45,2 Millionen Euro. Davon profitieren Familien und Flüchtlinge sowie Bildung und Caritas. Neben der Verwendung der Mehreinnahmen, die künftig vermutlich geringer ausfallen, beschloss der Diözesanrat in Reute auch den Haushalt für 2017 und 2018.

Rund 2600 Familien mit 5600 Kindern in akuten Notsituationen versorgen katholische und ökumenische Träger der Familienpflege im württembergischen Landesteil jährlich. Deren Finanzierung unterstützt die Diözese mit 3,5 Millionen Euro aus dem Jahresüberschuss 2015 sowie mit je 500.000 Euro aus den Haushalten 2017 und 2018. Außerdem fließen 2,5 Millionen Euro in den weiteren Ausbau von Kindergärten zu Familienzentren und eine Million Euro in das diözesane Familienerholungswerk. Größere Summen erhalten auch die Katholische Schulstiftung der Diözese und ein sanierungsbedürftiges Studentenwohnheim.

In der Flüchtlingshilfe investiert die Diözese wie in den vergangenen Jahren sowohl auf ihrem Gebiet, um Geflüchtete zu begleiten und zu fördern, als auch in den Herkunftsländern, um dort Fluchtursachen zu bekämpfen. Beide Fonds erhalten je sieben Millionen Euro. Weitere zwei Millionen Euro stehen erstmals für Baumaßnahmen bereit, um Geflüchtete in kirchlichen Gebäuden unterzubringen.

Der Diözesanrat, in dem neben Bischof und Generalvikar 55 gewählte Vertreter aus den Dekanaten, die Vertreter der Priester sowie Delegierte von Gruppen und Verbänden stimmberechtigt sind, hat die Finanzhoheit in der Diözese. Dessen Sprecher Johannes Warmbrunn wies darauf hin, dass von der Kirchensteuer nicht nur Katholiken profitieren. "Wir investieren in die Menschen und ihre Zukunft, so stärken wir den sozialen Frieden", betonte er. Die Verantwortlichen dankten allen Kirchensteuerzahlern, die dies ermöglichen.

Cäcilia Branz / Markus Waggershauser

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