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Seit der Wiedereröffnung der kirchengeschichtlich außerordentlich bedeutsamen Sülchenkirche Anfang November 2017 ist sie nachts beleuchtet und somit von weither zu sehen. Nun hat Bischof Gebhard Fürst beschlossen, die zunächst als zeitlich begrenztes Projekt geplante Illuminierung fortzusetzen.

Die Rottenburger Bürgerinnen und Bürger nehmen, so ist zu hören, die Sülchenkirche seit fünfjähriger Sanierung und Bergung unschätzbar wertvoller archäologischer Funde noch bewusster als Wahrzeichen ihrer Stadt wahr. Die nächtliche Illuminierung der Kirche mit Bischofsgruft und neuer Präsentation frühmittelalterlicher und barocker Funde hat diese Wahrnehmung offenbar verstärkt.

Dabei ist das Beleuchtungskonzept der Sülchenkirche ökonomisch und ökologisch stimmig. Das Licht kommt aus drei energiesparenden LED-Strahlern. Diese benötigen zusammen lediglich 0,265 kW pro Stunde. Die Kosten belaufen sich bei grün produziertem Strom auf rund 0,07 Euro je Stunde. Eine genaue Scheinwerfer-Ausrichtung und die Auswahl der Lichtstärke-Verteilung sorgt zudem dafür, dass die nächtliche Beleuchtung nicht zur Lichtverschmutzung beiträgt.

Die Illuminierung weist nun auch nun auch im Dunkeln auf die Sülchenkirche hin. Dort kann man nach Voranmeldung eine museale Präsentation und die würdig gestaltete Bischofsgruft zu besuchen. Die Vitrinen rücken die Exponate ins richtige Licht; der Andachtsraum in der Gruft lädt zu Verweilen und Gebet ein.

Uwe Renz

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