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Rottenburg. 24. Oktober 2018. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart ruft gemeinsam mit dem katholischen Hilfswerk missio in den Gottesdiensten am kommenden Sonntag (28. Oktober) zur Teilnahme an der weltweit größten katholischen Solidaritätsaktion auf. In über 100 Ländern ist die Kollekte zum Sonntag der Weltmission die für die Arbeit der 1.100 ärmsten Diözesen in Afrika, Asien und Ozeanien bestimmt. 2017 sammelte die Diözese Rottenburg-Stuttgart 399.536 Euro, weltweit kamen rund 87,2 Millionen Euro zusammen.

In diesem Jahr steht beispielhaft die Kirche in Äthiopien im Mittelpunkt des Sonntags der Weltmission. Veranstaltungen mit Gästen aus Äthiopien informierten im Vorfeld des Weltmissionssonntags über die Situation: Das ostafrikanische Land gehört trotz des rasanten Wirtschaftswachstums noch immer zu den ärmsten Staaten der Erde. Ein Großteil der Bevölkerung bleibt von der wirtschaftlichen Entwicklung abgeschnitten. Der Kampf gegen Leid und Elend ist eine Herausforderung auch für die katholische Kirche, die nur ein Prozent der Bevölkerung ausmacht. Von ihrem sozialen Engagement profitieren jedoch mehrere Millionen Menschen direkt: Die kleine katholische Kirche in Äthiopien setzt sich ein für diskriminierte Minderheiten und hilft mehreren Tausend Flüchtlingen aus den Nachbarländern.

„Ich freue mich sehr, wie in unserer Diözese der Sonntag der Weltmission als Zeichen weltkirchlicher Solidarität gelebt wird“, sagt der Leiter der Hauptabteilung Weltkirche und missio Diözesandirektor, Domkapitular Msgr. Heinz Detlef Stäps. Diese Verbundenheit im Gebet und in der finanziellen Unterstützung helfe den Ortskirchen in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten, Asien und Ozeanien ungemein dabei, in ihren oft von Gewalt, sozialer Ungleichheit und Armut geprägten Gesellschaften, neue Hoffnung zu schöpfen.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart förderte in den vergangenen zehn Jahren Hilfsprojekte in Äthiopien mit rund 2,3 Millionen Euro. Rund 950.000 Euro kamen dabei durch die Aktion PRIM zusammen, Priester helfen einander in der Mission. Ganz konkret unterstützten im vergangenen Jahr 280 Priester der Diözese 304 Amtsbrüder in Äthiopien bei deren Arbeit mit knapp 150.000 Euro. Die Partnerländer der Aktion PRIM in der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind neben Äthiopien auch Eritrea sowie der Sudan und Südsudan.

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