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Rottenburg/Stuttgart. 3. Juni 2016. Als eine noch immer existente, soziale Wunde, hat Bischof Gebhard Fürst die Bildungsungerechtigkeit in Deutschland bezeichnet. Bildungschancen hingen nach wie vor von der sozialen Herkunft ab, kritisierte der Bischof am Freitag (3. Juni) in seiner Predigt in der Stuttgarter Domkirche St. Eberhard zum Auftakt des 8. Bundeskongresses Katholische Schulen.

„Bildung heißt auch, Herausbildung der Persönlichkeit des Einzelnen und somit auch Ausformung des Bildes Gottes im Menschen“, sagte Bischof Fürst. Kinder und Jugendliche seien von Natur aus neugierig und wissbegierig. Sie sehnten sich aber darüber hinaus nach echten und verlässlichen Beziehungen und suchten Orte der Begegnung. Nicht zuletzt deshalb, weil das Leben vieler junger Menschen bereits geprägt sei von Verlustängsten und Verlusterfahrung, so der Bischof.

In katholischen Schulen gehe es um mehr als Wissensvermittlung. Sie lebten von der Authentizität der Lehrerinnen und Lehrer, die selbst immer wieder neu von der Botschaft Jesu ergriffen seien, sagte Bischof Fürst weiter.  „An unseren Schulen erfahren die Kinder und Jugendlichen: Eine lebendige Gottesbeziehung gibt mir Halt und Rückhalt. Ich bin wichtig. Ich habe eine unverletzbare Würde“. Das eröffne Vertrauen in sich selbst und in die Gesamtheit der Welt und Umwelt, sagte Bischof Fürst

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