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Rottenburg. 11. Juli 2017. Rund 12.000 Unterschriften mit der Forderung nach erweitertem Zugang zum Priesteramt hat die Initiative „pro concilio“ Bischof Gebhard Fürst überreicht. Am Montagabend appellierte eine Delegation in Rottenburg an ihn, die deutschen Bischöfe sollten sich bei Papst Franziskus für die Priesterweihe sogenannter viri probati, also in Ehe und Beruf bewährter Männer, einsetzen. Katholische Priester sind der ehelosen Lebensform, dem Zölibat verpflichtet. „pro concilio“ begründet seine Forderung unter anderem mit „Überforderungen angesichts immer größerer Seelsorgeeinheiten“ aufgrund des Priestermangels und daraus resultierender Resignation, Mutlosigkeit und Lähmung.

Die von ihrem Sprecher Wolfgang Kramer angeführte Delegation betonte, ihre Forderungen würden unter anderem vom Diözesanrat, der Initiative Rottenburger Priester (AGR) und zahlreichen Kirchengemeinderäten unterstützt. So hätten 182 Kirchengemeinderäte in der Diözese Rottenburg-Stuttgart entsprechende Beschlüsse gefasst (insgesamt sitzen rund 10.000 Gewählte in insgesamt 1.100 Kirchengemeinderäten). Von 78 Gremien sind den Initiatoren zufolge zusätzlich schriftliche Stellungnahmen formuliert worden. „Wir haben kein Erkenntnisproblem, wir haben ein Umsetzungsproblem“, so pro concilio.

Bischof Fürst zollte den Initiatoren Respekt für deren Engagement. „Sie zeigen, dass ihr Herz für die Kirche und eine vitale Weitergabe des christlichen Glaubens brennt“, sagte der Bischof. Er halte aber die Einführung von viri probati nicht für zielführend. Es gehe nicht um Vermehrung von hauptamtlichem Personal, sondern um eine Verlebendigung der Gemeinden und der kirchlichen Einrichtungen im Geiste Jesu Christi. Die Erneuerung der Kirche müsse aus der Mitte der Kirche kommen und das gemeinsame Priestertum aller getauften und gefirmten Christen verlebendigen, betonte der Bischof.

Diesem Ziel einer Erneuerung der Kirche ist laut Bischof Fürst auch die von den Hauptabteilungen Pastorale Konzeption (Weihbischof Matthäus Karrer) und Pastorales Personal (Domkapitular Paul Hildebrand) im Bischöflichen Ordinariat initiierte Konzeption „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ (KiamO) verpflichtet. Er stehe ausdrücklich hinter diesem auf breiter diözesaner Basis entwickelten Konzept, unterstrich der Bischof. Er wies darauf hin, das Bischöfliche Ordinariat arbeite intensiv daran, Priester, Diakone sowie Pastoral- und Gemeindereferentinnen und –referenten von Verwaltungsaufgaben zu entlasten, um ihnen so im Sinne einer diakonischen Kirche mehr Raum für Seelsorge, Liturgie und Spendung der Sakramente zu schaffen.

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