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Rottenburg / Wendlingen. 31. August 2014. Um ihr Engagement und das Einstehen für die Flüchtlinge dieser Tage hat Bischof Gebhard Fürst besonders die Heimatvertriebenen des Zweiten Weltkriegs gebeten.

Als vertriebene und geflohene Christinnen und Christen könnten sie mehr als irgendjemand sonst den Schrecken der Vertreibung und Flucht mitfühlen. Anlässlich des traditionellen Vinzenzifestes erinnerte der Rottenburger Oberhirte am Sonntag in Wendlingen an den Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren.

Gebhard Fürst zeigte sich angesichts der aktuellen weltweiten Auseinandersetzungen traurig und betroffen, „denn es scheint, als ob sich unabwendbar vergangene Ereignisse wiederholen“, sagte er. Mit Blick auf das kriegerische Geschehen dieser Tage verneige er sich noch bewusster und mit großer Ehrfurcht vor den Unterzeichnern der Charta der Heimatvertriebenen im Jahr 1950, sagte Bischof Fürst: „Trotz Leid, Schmerz und Unrecht hatten sie die innere Kraft zum Frieden bewahrt“.

In der Folge des Zweiten Weltkriegs kamen rund eine halbe Million Heimatvertriebene in die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Bischof Carl-Josef Leiprecht lies in den Nachkriegsjahren rund 450 Kirchen bauen.

Das Vinzenzifest folgt einer über 300-jährigen Tradition; die heimatvertriebenen Egerländer, für die die Stadt Wendlingen im Jahr 1966 die Patenschaft übernommen hat, haben das Brauchtumsfest mit in ihre neue Heimat gebracht.

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