Nachruf

„Er hinterlässt uns ein einzigartiges Kulturgut“

Diözese Rottenburg-Stuttgart trauert um ehemaligen Universitätsmusikdirektor Alexander Šumski

Der ehemalige Universitätsmusikdirektor Alexander Šumski ist verstorben. Bild: Ulrich Metz

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart trauert um den ehemaligen Universitätsmusikdirektor Alexander Šumski.

Ein „einzigartiges Kulturgut“ hat der vor kurzem verstorbene ehemalige Musikdirektor der Universität Tübingen, Alexander Šumski, der Welt hinterlassen. „Professor Šumski hat Werke oberschwäbischer Klosterkomponisten des 18. Jahrhunderts erforscht, bearbeitet und so wieder zum Erklingen gebracht“, sagt Weihbischof Dr. Gerhard Schneider, in dessen Zuständigkeitsbereich die Kirchenmusik fällt. „Damit hat er einen enormen Beitrag zum musikalischen Erbe der oberschwäbischen Klöster geleistet.“ Dieses Erbe hinterließ Professor Šumski der Diözesanbibliothek.

In der von Professor Šumski 1986 ins Leben gerufenen Forschungs- und Editionsstelle für oberschwäbische Klostermusik an der Universität Tübingen wurden nach Angaben der Universität bis 2005 nahezu 300 Kompositionen aus den ehemaligen Klöstern Oberschwabens neu entdeckt, bearbeitet und der modernen Aufführungspraxis angepasst. Unter Šumskis Leitung wurden sie an den jeweiligen Entstehungsorten aufgeführt, im Studio des Südwestrundfunks produziert und auf CDs veröffentlicht. Alle Partituren und Editionsmaterialien zur oberschwäbischen Klostermusik sind seinem Wunsch gemäß in der Diözesanbibliothek Rottenburg untergebracht.

Šumski ist am vergangenen Samstag, 23. Juli 2022, verstorben. Er war von 1972 bis 1999 Universitätsmusikdirektor in Tübingen und stand im engen Kontakt mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er war Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und erhielt von Papst Benedikt XVI. die Würde eines Komturs des Ordens des Hl. Silvester.

Das Requiem für Professor Šumski findet am Montag, 1. August, um 12 Uhr in der Kirche St. Johannes in Tübingen statt. Zelebrant ist Pfarrer Thomas Steiger, Universitätsmusikdirektor Philipp Amelung hat die musikalische Leitung inne.

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