Beauftragung

„Lasst euch vom Geist entflammen“

Unter dem Leitwort „Lasst euch vom Geist entflammen“ sind bei einem Gottesdienst in Ulm zehn Frauen und Männer von Weihbischof Dr. Gerhard Schneider als Pastoralreferentinnen und -referenten beauftragt worden. Ein Pastoralreferent aus der Erzdiözese Freiburg wurde ebenfalls zum pastoralen Dienst in der Diözese Rottenburg-Stuttgart beauftragt. Foto: DRS/Jerabek

Weihbischof Dr. Gerhard Schneider hat in Ulm zehn Frauen und Männer als Pastoralreferentinnen und -referenten beauftragt.

Der Gottesdienst zur Feier der Beauftragung in der Kirche St. Georg in Ulm stand unter dem Leitwort „Lasst euch vom Geist entflammen“ (Röm 12, 11) und bildete gewissermaßen die Festoktav zum großen Jubiläum, das Pastoralreferentinnen und -referenten aus Anlass des 50-jähriges Bestehens ihrer Berufsgruppe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart vor einer Woche im Park des Bischofshauses gefeiert hatten. Diese 50 Jahre seien eine „Erfolgsgeschichte, über die wir uns freuen können“, sagte Weihbischof Schneider in seiner Predigt. Beim Gottesdienst zur Beauftragung „feiern wir nicht nur Ihre Berufswahl, sondern vor allem auch, dass Sie berufen sind, dass jede und jeder von Ihnen eine eigene, einzigartige Berufung hat, die nun mit dem Auftrag verbunden wird, sie in einem Beruf neu wirksam werden zu lassen für den Dienst in der Kirche, für den Dienst an den Menschen.“

Mit der Auswahl des Lesungstextes aus dem Römerbrief, in dem Paulus die Gemeinde dazu aufruft, am Guten festzuhalten, einander zu achten, beharrlich im Gebet zu sein, an den Nöten anderer Anteil zu nehmen und demütig zu bleiben (Röm 12, 9-16b.21), hätten die Pastoralassistentinnen und -assistenten eine Deutungshilfe für ihren Beruf gegeben, sagte Schneider. Dabei gehe es aber nicht darum, einen Leistungskatalog aufzustellen, sondern festzustellen, was einem glaubenden Menschen möglich ist, was gelingen kann, wenn man sich in Gottes Gnade gehalten weiß und keine Angst habe vor der Gegenwart und der Zukunft. „Es geht darum zu merken, welche Lebensenergien der Glaube freisetzen kann für sich selbst und für andere.“

Im Hier und Jetzt als Christen leben und handeln

Schneider erinnerte daran, dass vieles von dem, „was wir mit der Glaubenskraft der ersten Christen und ihrem Lebensmut verbinden“, auf der Erwartung der baldigen Widerkehr des Herrn beruhte, dass also „keine lähmende Sorge um das, was in 20, 30 Jahren sein wird“ ihr Handeln bestimmt habe, sondern das Hier und Jetzt, „die Freude, jetzt als Christen leben und handeln zu dürfen“. Das sei einer der wesentlichen Gründe, „warum die ersten Christen so erfolgreich ihren Glauben leben konnten, warum sie so beeindruckt haben“. Wenn die neuen Pastoralreferentinnen und -referenten nun ihren Dienst an verschiedenen Orten antreten, würden sie Menschen treffen, die zutiefst verunsichert sind; Menschen, „die sich danach sehnen, freudig in der Hoffnung sein zu können oder geduldig in der Bedrängnis; Sie werden Menschen antreffen, die Sie brauchen. Teilen Sie mit ihnen Ihren christlichen Glauben, teilen Sie mit ihnen Ihre Zuversicht, lieben Sie sie ohne Heuchelei, segnen Sie sie, lachen Sie mit ihnen, weinen Sie mit ihnen, trauern Sie mit ihnen, freuen Sie sich mit ihnen  - im Hier und Jetzt und Heute. Das ist der Auftrag“, sagte der Weihbischof.

In einer eindrucksvollen Zeremonie traten zunächst Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden, in denen die Pastoralassistenten während der Berufseinführung tätig waren, an den Ambo, um zu bestätigen, dass diese sich in ihrem Dienst bewährt haben und beauftragt werden können. Dann sprachen die Pastoralassistenten und -innen das Glaubensbekenntnis, erklärten ihre Bereitschaft zu ihrem Dienst. Einzeln wurden sie vom Weihbischof beauftragt, gesegnet und per Handschlag beglückwünscht: Amelie Zimmer, Hannah Schädel, Malin Hagel, Christoph Eichwald, Ioan Brstiak, Nicolas Groß, Tabea Maillet, Hanno Hesterberg, Julia Albers und Ruth Schiebel. Zum pastoralen Dienst in der Diözese Rottenburg-Stuttgart beauftragt wurde außerdem Pastoralreferent Wolfgang Holl, der aus der Erzdiözese Freiburg kommt. An den Gottesdienst, der von den St. Georgs Chorknaben unter der Leitung von Thomas Stang und Chordirektor Ivo Sauter musikalisch begleitet wurde, schloss sich ein Stehempfang vor der Kirche an.

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