Schulen

Sahnehäubchen-Fach mit magischen Momenten

„Energiewende.“ Unter diesem Motto wurde Bernhard Brunner, der langjährige Schuldekan der Beruflichen Schulen (rechts), verabschiedet und seine Nachfolgerin Jutta Wörner (2. v. re.) begrüßt. Aus dem Bischöflichen Ordinariat in Rottenburg kamen (von links) Schuldirektor i.K. Klaus Hilbert und Ordinariatsrätin Ute Augustyniak-Dürr, Leiterin der Hauptabteilung IX Schulen. Foto: Schwenk

Amts- und Ortswechsel im Schuldekanatamt Berufliche Schulen: Auf Bernhard Brunner folgt Jutta Wörner. Der Dienstsitz wechselt nach Heilbronn.

Rund 60 Gäste kamen zum feierlichen Stabwechsel. Dem Wortgottesdienst in der Salvatorkirche, zelebriert von Dekan Robert Kloker, folgte ein Reigen an Dankesworten und guten Wünschen. Das Duo „Zwiepack“ mit Markus Braun und Christian Bolz glänzte mit toller Musik.

Dass es sich beim Religionsunterricht an Beruflichen Schulen um eine ganz besondere Aufgabe handelt, das wurde in der dreistündigen Feier klar. Eine Tätigkeit, die viel Energie fordert, Durchhalte- und Einfühlungsvermögen, damit „magische Momente“ entstehen können, wie Jutta Wörner in ihrer Antrittsrede betonte. Für diese Momente lohne sich jeder Aufwand und darauf freue sie sich sehr.

Dienstsitz wechselt von Aalen nach Heilbronn

Mit dem Wohn- und Dienstort Jutta Wörners wechselt der Sitz des Schuldekanatamts, der seither in Aalen im Haus der Katholischen Kirche war, nach Heilbronn. Die Stelle vereint die Betreuung und Begleitung von Religionslehrerinnen und –lehrern der Dekanate Ostalb, Heidenheim, Heilbronn-Neckarsulm, Bad Mergentheim, Schwäbisch Hall und Hohenlohe. „Ich war schon viel unterwegs“, sagte Jutta Wörner und berichtete aus der Schule und ihrem Wohnort.

Davor hatte Bernhard Brunner das Wort. 23 Jahre lang hat er das Amt des Schuldekans Berufliche Schulen bekleidet und mit seiner Frau Regina als Sekretärin mit viel Herzblut ausgefüllt. Er dankte vor allem für das Vertrauen und die große Freiheit, die ihm seitens der Diözese zur Gestaltung des Berufsfeldes zugestanden wurde. „Reli ist das Sahnehäubchen-Fach, wenn man sich darauf einlässt“, so Bernhard Brunner. Hier kämen die Gründe und Abgründe des Lebens zur Sprache. Relilehrer bräuchten auch immer viele Energiequellen, sonst landeten sie im Burnout oder das Niveau werde banal.

Religionsunterricht mit hoher Bedeutung

Diese Energie wünschte ihm Dekan Robert Kloker für seine ehrenamtliche Tätigkeit im Ruhestand in der Seelsorgeeinheit Aalen. Im Vergleich zur Energie, die aus dem brennenden Dornbusch und der Begegnung Mose mit Gott fließt, sieht Kloker eine „regenerative Energiequelle, denn das Feuer brennt und verbrennt doch nicht“.

Als „gute Seelen, die den Religionsunterricht geprägt haben“, bezeichnete Klaus Hilbert, Schuldirektor im Kirchendienst, Bernhard und Regina Brunner. Er sei froh, dass Jutta Wörner die Stelle weiterführe und neue, eigene Akzente setzen wolle.

Ute Augustyniak-Dürr, Ordinariatsrätin aus Rottenburg, sprach von der hohen Bedeutung des Reliunterrichts an beruflichen Schulen. Junge Menschen stellten hier oft die Frage nach Orientierung und Vertrauen. Bernhard Brunner sprach sie als einem der ersten Schulseelsorger ein großes pädagogisches Talent zu, der mit der Entwicklung neuer Formate Schritte vorangegangen sei. Für Jutta Wörner hatte sie die Beauftragungsurkunde des Bischofs Dr. Gebhard Fürst dabei.

Dankesworte und gute Wünsche

Für eine gute und gelingende Zusammenarbeit bedankte sich Bernhard Riesch-Clausecker von der evangelischen Kirche. Brunner habe sich immer für die Kollegen und Kolleginnen eingesetzt und gute Arbeitsbedingungen angemahnt.

Weitere Dankesworte und gute Wünsche für die Zukunft gab es von Schulleiter Jochen Wörner von der Kaufmännischen Schule Aalen, und Dieter Arweiler von der Andreas-Schneider-Schule Heilbronn, sowie den Lehrern Claudia Ammon und Andreas Grathwohl.

Amts- und Ortswechsel: Jutta Wörner wird neue Schuldekanin

Jutta Wörner ist neue katholische Schuldekanin für berufliche Schulen im Schuldekanatamt Heilbronn. Sie ist für 35 Schulen mit rund 100 Religionslehrerinnen und -lehrern in den Dekanaten Heilbronn-Neckarsulm, Hohenlohe, Schwäbisch Hall, Mergentheim, Ostalb und Heidenheim zuständig.

Die 38-Jährige stammt aus dem Landkreis Heilbronn. Sie wuchs in Offenau auf, wo sie bis heute wohnt. Neben ihren Aufgaben als Schuldekanin unterrichtet die Diplom-Handelslehrerin auch weiterhin BWL, katholische Religion und Gemeinschaftskunde an der Andreas-Schneider-Schule in Heilbronn-Böckingen. Ehrenamtlich engagiert sie sich unter anderem seit Kindertagen bei der Freiwilligen Feuerwehr Offenau.

Mit dem Stabwechsel im katholischen Schuldekanat Berufliche Schulen ist der Sitz des Schuldekanatamts von Aalen ins Heinrich-Fries-Haus in Heilbronn umgezogen.