Initiative

Basteln für die Münsterrenovierung

Frauke Kromer in der „Münsterbauhütte“

Meistens steht Frauke Kromer, Initiatorin der Kreativwerkstatt, im Verkaufsstand. Foto: Barbara Ruck

Eine Gruppe von Frauen unterstützt die Kirchengemeinde St. Johannes Baptist mit einer eigenen Spendenaktion, die immer größere Kreise zieht.

Jeden Freitag zur Marktzeit öffnet auch die „Münsterbauhütte“ ihre Auslage. Die Holzbude an der Kirche St. Johannes Baptist bietet ein besonderes Sortiment an kreativen Produkten.

Alles, was ausliegt, ist selbst gemacht. Dabei findet zumeist altes Material eine Aufwertung und eine neue Verwendung. Die Geschenkschachteln zum Beispiel sind aus nicht mehr gebrauchten Tapetenmusterrollen gefertigt, sagt Frauke Kromer. Die Körbchen zum Aufbewahren verschiedener Sachen bestehen aus Stoffresten und die Herbst- und Türkränze aus dem, was derzeit in Garten und Natur gesammelt werden kann.

Denn das Ausgangsmaterial soll möglichst wenig kosten, damit ein möglichst großer Verkaufserlös an die Kirchengemeinde gehen kann, erklärt Kromer. Sie hat bereits im Februar eine Kreativwerkstatt ins Leben gerufen und etwa zehn Frauen für die Gruppe gewonnen. „Die Idee war es, etwas zur Unterstützung der Münsterrenovierung zu tun“, sagt die 59-Jährige.

Verkaufsaktion mindestens bis Weihnachten

Doch sogleich kam der Gruppe der erste coronabedingte Stillstand in die Quere. So nähte und strickte erst einmal jede für sich in Heimarbeit. Im Sommer, als das dann wieder möglich war, traf sich die Gruppe. Sie nutzte die Räumlichkeiten des Stadtklosters zum Basteln.

Die gefertigten Sachen werden nun parallel zum Freitagsmarkt angeboten. Der Verkauf soll laut Kromer mindestens bis Weihnachten laufen. Kromer steht meistens selbst hinter der Theke der „Münsterbauhütte“, öffnet die Bude und baut das Sortiment am Stand auf und ab. Eugen Erbacher, ehrenamtlicher Hüttenwart, hilft beim Vorbereiten der Verkaufshütte. Da die Produkte nicht in der Bude gelassen werden, hat Kromer außerdem bei sich zuhause Platz zum Lagern frei geräumt.

Preise nach Wahl

Die Aktion zieht mittlerweile immer größere Kreise. So berichtet Kromer, dass eine Keramikerin getöpferte Vasen für den Verkauf gespendet hat. Neben den zehn festen Mitstreiterinnen der Kreativwerkstatt gebe es auch eine zunehmende Zahl an Personen, die selbst hergestellte Produkte vorbeibringen und spenden, damit der Erlös dem gemeinsamen Ziel zugutekomme.

Da der Verkauf als Spende dient, gibt es keine festen Preise für die angebotenen Produkte. Kromer erklärt: „Jeder kann das geben, was er für richtig und angemessen hält.“

Mit dem Stand bekommt die Kirchengemeinde aber nicht nur finanzielle Unterstützung für die Münsterrenovierung. „Die Kirche bringt sich ins Gespräch“, sagt Kromer. Sie berichtet von guten Gesprächen und davon, dass die Leute auch mal zum Diskutieren an den Stand kommen.