Katholikentag

Katholikentag befasst sich mit Corona

iStock.com/BulentBARIS

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Mehrere Gesprächsrunden und eine Uraufführung: Die Pandemie taucht im Programm des 102. Deutschen Katholikentags an vielen Stellen auf.

Nach den zurückliegenden Monaten der Pandemie soll der 102. Deutsche Katholikentag in Stuttgart das erste große Event sein, an dem Christinnen und Christen aus ganz Deutschland zusammenkommen. Geschwisterlichkeit und soziales Miteinander sollen die Zeit von Mittwoch bis Sonntag, 25. bis 29. Mai, in der Landeshauptstadt prägen, die unter dem Leitwort „leben teilen“ steht. 

Auseinandersetzung mit den Fragen der Zeit

Bischof Gebhard Fürst verwies bereits im Vorfeld der Großveranstaltung darauf, dass es vielleicht nie nötiger war, den offenen Diskurs zu führen, menschliche Begegnungen und das gemeinsame Feiern des Glaubens zu ermöglichen. Und da Katholikentage immer wichtige Orte der Auseinandersetzung mit Fragen der Zeit sind, hat auch das Thema „Corona“ seinen festen Platz im umfangreichen Programm und eine ganze Reihe von Veranstaltungen laden dazu ein, in jeweils eineinhalb Stunden darüber ins Gespräch zu kommen. 

So berichten die Krankenhausseelsorger Nikolaus Fischer-Romer und Richard Münst aus Stuttgart und Ulm am Donnerstag ab 14 Uhr im Haus der Wirtschaft über ihre Erfahrungen während der Pandemie und zu einer Auseinandersetzung über das Trauern und das nicht Abschied nehmen können lädt Wolfgang Müller von der Trauerpastoral im Dekanat Ludwigsburg am Freitag um 14 Uhr zu einem Gesprächskreis in den Turnhallenbau des Mädchengymnasiums St. Agnes ein. Stattfinden soll dort ein Austausch in kleiner Runde, in dem es Raum für einen Erfahrungsaustausch gibt und sich ein moderierter Austausch entwickeln kann. Am gleichen Ort findet dieses Veranstaltungsangebot am Samstag ab 16.30 Uhr nochmals mit Karin Berhalter, Pastoralreferentin aus Wangen, statt.

Bedeutung der Pandemie für Gesellschaft und Politik

Gleich mehrere Veranstaltungen befassen sich während des Katholikentags zudem damit, was die Pandemie für Gesellschaft und Politik bedeutet: Dr. Matthias Pöhlmann, Beauftragter für Weltanschauungsfragen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, wird sich am Katholikentags-Donnerstag ab 14 Uhr in der Liederhalle mit Verschwörungsglaube und Esoterik in der Corona-Krise befassen und zur selben Zeit geht es bei einer Podiumsdiskussion im Hospitalhof um ein zukunftsfähiges Wirtschaften über die Pandemie hinaus. Dort diskutieren Sven Giegold, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin, Ulrich Hemel, Bundesvorsitzender des Bunds katholischer Unternehmer aus Köln, sowie Stephanie Renda vom Bundesverband Deutsche Startups aus Berlin.

Darüber, welche Lehren für die globale Gesundheitspolitik aus der Pandemie gezogen werden müssen, diskutieren in der Alten Reithalle am Samstag ab 11 Uhr Heike Baehrens, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, die christliche Sozialethikerin Michelle Becka aus Würzburg, Walter Bruchhausen, der eine Stiftungsprofessur für Global Health in Bonn innehat, und Hans Steutel, Präsident des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller aus Berlin. 

Zusammenleben der Generationen und Familien

Den Blick auf die Familien und das Zusammenleben der unterschiedlichen Generationen richtet eine Veranstaltung im Stuttgarter Rathaus mit der Überschrift „Schutz und Würde im Alter – Lehren aus der Pandemie“, bei der der Alterns- und Pflegeforscher Stefan Görres aus Bremen gemeinsam mit Claudia Mahler vom Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin und Karl-Hinrich Manzke, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe, diskutieren wird. Beginn ist am Donnerstag um 14 Uhr. 

Mit den Auswirkungen der Pandemie auf junge Menschen befasst sich ein weiteres Podium am Freitag ab 16.30 Uhr in der Aula des Dillmann-Gymnasiums. Dort diskutieren Bärbel Breyhan, Referentin für Gesundheit und Kinderschutz beim Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ in Aachen, Heinz-Gerhard Justenhoven, Direktor des Instituts für Theologie und Frieden in Hamburg, Claudia Lücking-Michel, Geschäftsführerin von Agiamondo in Köln, sowie der Osnabrücker Weihbischof Johannes Wübbe, Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Und um den Erfahrungen junger Menschen in der Pandemie nachzuspüren, laden Jessica Karagöl und Julia Zeilinger vom Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart unter der Überschrift „Alles Easy oder Leben am Limit?“ am Samstag ab 14 Uhr zudem in die Falkertschule.

Uraufführung der "#coronation mass" in der Domkirche

Abgerundet wird der Veranstaltungsbogen zum Thema Corona durch eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der Pandemie-Jahre in der Domkirche St. Eberhard. Dort kommt es am Freitag ab 20.30 Uhr zur Uraufführung von Sebastian Bartmanns „#coronation mass“, einer Komposition nach Mozarts Krönungsmesse, die neue Impulse setzen möchte. Mitwirkende sind die Domkapelle St. Eberhard sowie ein Projektensemble. Die musikalische Leitung hat Domkantorin Lydia Schimmer inne.

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